Weiter nach Luang Namtha

Vorbei an Bergdörfern nach Luang Namtha

Plötzlich unerwartete Rufe, die Fahrt ging weiter – wieder etwa 5 Stunden bis Luang Namtha.

An einigen Bergdörfern vorbei, ging es immer weiter nordwärts in eine berauschende Bergwelt hinein.

Traumziel Laos

Unsere Gruppe hatte sich neu zusammengesetzt, weil einige in Richtung Vietnam weiter wollten.

Da war der große, blonde, braun gebrannte, langhaarige Texaner, der am Südpol arbeitete mit seiner Freundin aus Australien, die in zwei Monaten nach Afrika auswandern wollte. Er war sehr gesprächig und hatte immer ein ‚Sunshine-Lächeln‘ im Gesicht.

Dann das schwedische Pärchen; er sehr gesprächig, sie sehr schweigsam. Sie weinten ihrer einst so hervorragenden Regierung nach, die ja mal in Puncto Sozialplan als Musterstaat galt.

Das neu hinzugekommene französische Pärchen, das ein Jahr lang durch Südostasien tingeln wollte und ein weiterer Amerikaner, der nicht sehr mitteilsam war, teilten mit uns die Bank.

Von all denen, die mit uns in diesem Pick-up reisten, waren wir diejenigen, welche am wenigsten Zeit für diese Reise hatten. Alle anderen waren mehr als ein halbes Jahr unterwegs. Zuhause kam uns unsere Tour als etwas Besonderes vor – ich hatte zuvor noch niemanden gekannt, der ein halbes Jahr unterwegs war, aber hier in Südostasien schien das der Normalfall zu sein. In Laos hatten wir nur Kontakt zu Langzeitreisenden, Pauschaltouristen hatten wir keinen einzigen gesehen.

Traumziel Laos

Die Schönheit der Bergwelt im Norden nimmt kein Ende. Es ist nicht die Entfernung, die man zu überbrücken hat – es ist die Zeit, die man überbrücken muss.
Die Straße wird immer schlechter und es geht nur langsam voran.
Immer wieder müssen wir aus dem Pick-up aussteigen, Schlamm und Geröll machen die Fahrt zu einem Abenteuer.
Interessante Gespräche machen die Fahrt kurzweilig.
Ab und zu verstummen wir und genießen einfach nur die Szenerie, die an uns vorüber zieht – dann schweigen wir und widmen unsere Aufmerksamkeit dem Geschehen am Rande der Straße.
Wer nicht einmal auf diesem Wege durch Laos reist, hat Laos nie gesehen.Traumziel Laos

 

Dein Reisefreund
Jacko
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Nordwärts in Laos

Der wilde Norden von Laos

Wer noch weiter in den Norden von Laos reisen will, muss sich im Klaren sein, dass man hier vergeblich nach schönen Tempelanlagen oder geschäftigem Treiben sucht, dass es ja schon kaum in den laotischen Städten gibt. In den meisten Gegenden gibt es nur für begrenzte Zeit Strom von dem Generator und Licht von der Petroleumlampe.

Laos Norden

Der Reichtum des Nordens von Laos liegt in der urwüchsigen Landschaft, den wilden Bergzügen mit ihren Dörfern und den Völkern in ihren traditionellen Trachten. Der Weg ist beschwerlich, doch wer ihn geht, wird begeistert sein.

Nach Berichten von anderen Traveller die Richtung Süden zogen, waren in Phongsaly Militärstreifen unterwegs, die die Gegend sichern sollten. Anscheinend gab es Probleme mit einigen Bergvölkern, die gegen den Tourismus waren (was ich mir nicht so recht vorstellen konnte). So war diese reizvolle, wilde Gegend zur Weiterreise gesperrt, aber wir wollten an die chinesische Grenze. So sollte unser Weg nun über Muong Say (Oudomsay) nach Luang Namtha und dann nach Muong Sing führen.

Um 7.00 Uhr morgens trotteten wir schwer beladen unter den Augen kopfschüttelnder Laoten zu den Bussen (oder besser gesagt zu den Pick-ups).

Neue Erfahrungen

In Pak Muong gab es wieder etwas Neues für uns zu probieren. Süßes Gebäck, das sehr lecker schmeckte. Aber es gab auch noch etwas anderes Neues – Ratten am Spieß!

Von uns traute sich keiner an sie heran, obwohl sie ja sehr gut schmecken sollen. Einige mal ging ich an ihnen vorbei, dann hatte ich mich entschieden, sie zu probieren – zu spät. Einheimische hatten mir die Ratten vor der Nase weg geschnappt.

Unsere Gruppe war wieder einmal international und sehr unterhaltsam, so kam uns der Weg nach Muong Say gar nicht mehr so lang vor. Hier war dann Endstation für unseren Fahrer und wir mussten wieder um einen Sitzplatz in einem anderen Pick-up kämpfen. Aber dieses Mal war das nicht sehr schwierig, es stand schon ein anderes Fahrzeug bereit. Der Fahrer wartete wieder so lange, bis sein Gefährt proppenvoll war und man nicht mehr gemütlich sitzen konnte. Als es noch bequem war, wollten wir dem Fahrer einen zusätzlichen Platz bezahlen, dass er endlich abfahren könnte, aber irgendwie denken die Menschen hier anders. Er wartete lieber, bis ein weiterer Fahrgast seine Dienste in Anspruch nehmen wollte, obwohl wir ihm mehr bezahlt hätten. Für uns ‚Westler‘ unbegreiflich, denn Zeit ist doch Geld. Aber Zeit haben sie hier genug. So blieb auch für uns genügend Zeit für eine weitere gute Suppe und einer Sitzung in einer Stehtoilette hinter einem Wellblechverschlag ohne Tür. Claudia musste dringend mal und ich war ihr Türsteher.

Dein Reisefreund
Jacko
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Luang Prabang – die Fahrt durch die Berge

Eine atemberaubende Atmosphäre, wie ich sie noch nie erlebt hatte! Dies war eine der schönsten und emotionalsten Fahrten auf unseren Südostasienreisen.

Fahrt nach Luang Prabang

Dein Reisefreund
Jacko
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Von Kasi nach Luang Prabang – der Weg in den Norden

Kasi - Luang Prabang

Es waren nur etwa 160 Kilometer nach Luang Prabang, aber die hatten es in sich. In Kasi standen zwei Fahrer mit ihren Pick-ups bereit, als sie hörten, dass der Bus den Geist aufgegeben hatte und total überfüllt war.

So kämpfte jeder um einen guten Platz; manch einer drängte sich gleich auf die Pritsche, andere wiederum versuchten ihr Glück auf dem Dach, um die Aussicht besser genießen zu können. Durch den fairen Preis, den die Fahrer machten, wollten alle mit – bis auf die Franzosen. Ihnen war es egal, ob sie heute oder morgen weiterkommen würden, nach dem letzten Joint war wohl Ruhe und Frieden bei ihnen eingekehrt.

Für alle die mitgekommen waren begann eine abenteuerliche Fahrt durchs Gebirge.

Kasi - Luang Prabang

Nicht allzu weit hinter Kasi überholten wir den maroden Bus wieder. Er war erneut stehen geblieben und das wahrscheinlich nicht zum letzten Mal. Frustrierte Gesichter starrten uns sehnsüchtig nach. Bei uns dagegen ging es zügig voran. Die Straße schlängelte sich weit über 2000 Meter hinauf und immer wieder kamen wir an kleinen Bergdörfern vorbei, wo Menschen entlang des Abgrundes lebten.

Kinder kommen aus ihren Hütten gerannt, winken uns zu und rufen:
„Sabai Dii! Sabai Dii!“
Die Alten lachen uns entgegen und die Jungen rennen uns hinterher.
„Sabai Dii!“ erwidern auch wir. Und ich hatte Tränen in den Augen –
begeistert von der Freundlichkeit und dem Interesse, das sie uns
entgegenbringen.

Am Anfang war alles sehr schön. Wir waren ein buntes Gemisch vieler Nationen – Franzosen, Norweger, Schweden, Amerikaner, Deutsche, Japaner, … Die Sonne brannte herunter und wir waren für den Fahrtwind dankbar, der uns etwas Abkühlung verschaffte. Es war eng auf den Pritschen, aber die atemberaubende Aussicht auf die Berge entschädigte für alles. Auch oben auf dem Dach schien eine gute Stimmung zu sein, manchmal hätte man meinen können, es sei eine Party im Gange.

Träge schleppten sich unsere beiden schwer beladenen Pick-ups immer weiter hinauf; höher und höher – bis über die Wolken.

Kasi - Luang Prabang

Die Fahrt zog sich lange hinaus. Bergauf, bergab und wieder hinauf. Allmählich verschwand die Sonne hinter den Bergen und wir rückten gerne noch etwas näher zusammen, es wurde bitterkalt.

Auf dem Dach war längst Ruhe eingekehrt und sie hatten ihre wärmste Kleidung herausgekramt. Unten wurde ein rotierendes System eingeführt; die auf dem Gitter hockten, konnten das auf keinen Fall die ganze Strecke durchhalten. Auch Claudia nahm beim nächsten Stopp alles an warmen Klamotten heraus, was sie dabei hatte. Nur einem zehnjährigen Jungen schien die Kälte nichts auszumachen, er unterhielt die ganze Gruppe.

Er war das Produkt einer englischen Frau und eines Mannes indischen Einschlags. Sie lebten in Singapur und der Junge wurde so richtig multikulturell erzogen. Er sprach mehrere Sprachen, darunter auch ein wenig Mandarin. Als der Knirps dann auch noch zu singen anfing, lebten die Leute auf dem Dach wieder auf. Singen macht warm und vertreibt die Zeit. Allzu lange konnte es ja nicht mehr dauern, es war schon seit einer ganzen Weile dunkel.

Gegen 9.00 Uhr war es dann soweit. Sechs Stunden hatten wir etwa gebraucht, bis wir in Luang Prabang angekommen waren. Obwohl der Kälte zum Schluss, war ich glücklich darüber, solch eine Fahrt erleben zu dürfen. Nur selten zuvor hatte ich Ähnliches erfahren, was so viel Atmosphäre in sich verbirgt.

Dein Reisefreund
Jacko
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Laos – Die Weiterreise

Am Morgen bevor es weiter ging trafen wir noch ein tschechisches Pärchen, das sehr gut Deutsch sprach. Wir unterhielten uns mit ihnen und unsere Begeisterung für Laos und Vietnam stieg nach dieser Unterhaltung rapide an. Diese Zwei hatten die Reise durch Laos und Vietnam schon einmal   angetreten und waren so begeistert, dass sie die Tour wiederholen wollten. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir dieses Paar trafen.

Wir wollten aber nun aus Vientiane hinaus in Richtung Norden zum Nam-Ngum-Stausee, aber es war gar nicht so einfach dorthin zu kommen. Zum ersten Mal erfuhren wir, was es heißt, in Laos zu reisen.
Auf dem Landweg waren es nur etwa 100 Kilometer. Laut Reiseführer sollten viele Busse nach Thalat fahren, „private sowie staatliche“, doch das musste sich wohl geändert haben. Wie und wen wir auch fragten, die Antwort blieb die gleiche: „Heute fährt kein Bus, erst wieder in 3 Tagen.“

„Wie? Erst wieder in 3 Tagen?“ fragte Claudia ungläubig. „Im Reiseführer steht viele Busse würden fahren. Dann schauen wir eben nach den privaten Bussen.“

Aber, was war nun eigentlich ein privater Bus? Das stand in unserem Reiseführer nicht beschrieben. Wir unwissenden Traveller hielten Ausschau nach einem großen, Gefährt, dass so aussah wie ein Bus – wie es sie auch in Thailand gab, doch solche waren nirgends zu sehen.

Laos - UnterwegsJa woher sollten wir denn auch wissen, dass es sich um Pick-ups (in Thailand Songthaews ) handelte.

Nach langem Fragen und Feilschen fuhr uns dann ein Mann mit seinem Jumbo für 15000 Kip (von 70 000 herunter gehandelt) in eineinhalb Stunden zu unserem See.

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Dein Reisefreund
Jacko
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