Melaka – schön und gefährlich

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MelakaAls man Penang gerade mal wegen seiner Austern beachtete, Singapur ein kleines Fischerdorf und Jakarta ein unbeachtetes Hafennest war, hatte das damalige Malacca schon weltweiten Ruhm als Handelshafen erreicht.
Mit riesigen, schwer beladenen Schiffen segelten die Portugiesen durch die „Straße von Malacca“, wie man die Meerenge zwischen Malaysia und Sumatra auch heute noch nennt.
Näheres über die damalige Geschichte Malaccas und dem damaligen Handel kann man im Museum Samudera erfahren.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

 Man betritt das Schiff und denkt: „Jetzt geht es auf große Fahrt.“
Unter Deck zeigen
Bilder, Zeichnungen und Handelsgüter, wie Malacca damals war.
Man sieht die Zeichnungen
und versetzt sich in sie hinein. Mittenhinein in das quirlige Leben der Hafenstadt, in die verschiedenen Rassen von Seeleuten und Händlern aus dem Orient, Indien und China – wo gefeilscht und getauscht wird. Wo Gold, Seide, Opium – und auch Sklaven den Besitzer wechseln. Man sieht den Reichtum dieser Stadt.
Heute ist Melaka eine Stadt wie jede andere – aber, es ist immer noch eine schöne Stadt.

Zur Eintrittskarte gehört auch der Besuch im Royal Malaysian Navy Museum. Dort werden geborgene Schätze aus gesunkenen Schiffen gezeigt.
130 Jahre hielten die Portugiesen die Herrschaft über Melaka, aber selbst ihre mächtige Festigung A Formosa auf dem St. Paul’s Hill konnte nicht verhindern, dass die Holländer nun die Macht übernahmen. Sie setzten mit dem „Roten Platz“ ein Zeichen ihrer Herrschaft.
Ursprünglich waren die Häuser weiß, aber das schien einem britischen Goveneur nach deren Übernahme der Stadt nicht zu gefallen, so verordnete er, sie rot zu streichen – trotzdem, die Bauten sind holländisch geblieben. Nur der Queen Victoria Brunnen und der Uhrturm lassen erkennen, dass auch die Engländer einmal diese Stadt besetzt hielten.

Melaka

Nicht weit von hier ist das People’s Museum, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Im Erdgeschoss wird die Vergangenheit und der Aufschwung des Landes dargestellt. Etwas höher zeigt man an lebensgroßen Puppen die traditionellen Festkleidungen der Malaien in den verschiedenen Bezirken.
Das Interessanteste in diesem Museum ist noch eine Etage höher – eine Ausstellung über „Enduring Beauty“ – so nach dem Motto, wer schön sein will, muss leiden.
Es ist schon komisch, was in den verschiedensten Teilen der Welt so alles als schön empfunden wird. Die spektakulären Bilder sagen hier mehr als Worte.

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Melaka

In Afrika bindet man den Kindern die Köpfe ab, damit sie lang nach hinten wachsen oder verformt den Kopf in einem Kasten; bei anderen Stämmen wird der Rücken völlig vernarbt und zu einer „Lederhaut“ umgestaltet.
In Borneo schlägt man die Zähne ein oder feilt sie zu einem Haifischgebiss – was man nicht alles tut, im Namen der „Schönheit“.

Das Museum zeigte Beispiele von einer immensen Zeitspanne, von der Prähistorischen Zeit bis in die Gegenwart. Besonders überrascht war ich, als ich zu den „modern primitives“ kam. Hier war das heutige Zeitalter und die Mode des Piercings gemeint.
Auch in unserer so genannten „zivilisierten Welt“ gibt es Menschen, die sich verstümmeln, im Glauben etwas Besonderes und schön zu sein.

MelakaMelaka10Melaka20nChinatown beginnt jenseits des Flusses und beherbergt mit dem Cheng Hoon Teng-Tempel den ältesten chinesischen Tempel des Landes.
Kaum ein paar Meter entfernt, steht dann auch der älteste indische Tempel, der Sri Poyyatha Vinayagar Moorthi.
Und auch nur ein Katzensprung weiter nördlich in der Jl. Kampung Hulu findet man die älteste Moschee Malaysias, die Kampung Hulu-Moschee.
So haben wir in einer Stadt auf engstem Raum 3 Hauptreligionen und deren Gebäude friedlich nebeneinander.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Aber Achtung!!!

Melaka hat sich verändert. In den schmalen Gassen Chinatowns, wo früher Trödelläden standen, gibt es nur noch Antiquitätengeschäfte und wenn diese schließen, ist kaum etwas
los in Chinatown – kein Markt, wie man ihn von anderen Städten her kennt.
Melaka ist gefährlich geworden. Schon weit außerhalb der Stadt warnen Schilder vor Diebstahl und Mord. Was tagsüber als beschauliches Städtchen erscheint, ändert sein Gesicht in der Nacht. Besonders in der Gegend um den „Roten Platz“ ist Vorsicht geboten.
Mopedfahrer kommen auf einen zugerast und versuchen die Taschen zu rauben.
Sie scheuen sich auch nicht, einen über den Haufen zu fahren.

Euer Reisefreund
Jacko
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Malaysia reisen – Die Cameron Highlands

Tee & Tourismus

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

1885 entdeckte William Cameron das von hohen Gipfeln umgebene Plateau. Er war es, der dieser Gegend seinen Namen gab. Kurz darauf kamen die Teepflanzer und Farmer in diese Gegend, das Klima war geradezu ideal für den Anbau verschiedenster Gemüsearten – und heute sorgen große Erdbeerfelder für die Attraktion.

Vergisst man mal die anstrengende, kurvenreiche Straße mit den doch erheblichen Schlaglöchern, dann ist der britische Einfluss der Entdecker kaum zu verleugnen. Es sieht schon alles sehr gepflegt und geplant aus – sinnvoll angelegte Felder und Plantagen, hier und da ein altes Gutshaus, von denen die meisten inzwischen zum Hotel umfunktioniert wurden. In die Cameron Highlands kommen die Menschen, um zu entspannen und der Hitze im Tal zu entfliehen.

Es ist einfach anders als sonst in Malaysia. Das kühlere Klima lockt zu Wanderungen durch den Dschungel.

Die Städte in den Cameron Highlands haben nichts zu bieten, man kommt in diese Gegend wegen der Natur. Gekennzeichnete Rund- und Wanderwege führen den Wanderer auf nicht allzu schweren Pfaden zu Wasserfällen, Teeplantagen und anderen Sehenswürdigkeiten der Natur. Die gut gekennzeichneten Touren sind auch im Tourist-Center auf jeder Karte der Camerons zu bekommen. Es erinnerte alles ein wenig an unseren deutschen Schwarzwald. Unterkünfte gibt es eigentlich genügend, nur die preiswerten Möglichkeiten sind rar.

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Euer Reisefreund
Jacko
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Die Umgebung von Kuala Lumpur

Die Batu Caves gelten als zentrale Kult- und Gebetsstätte der Hindus. Sie liegen etwa 12 Kilometer nördlich und sind mittlerweile in der ganzen Welt bekannt.

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

Ende Januar/Anfang Februar findet hier jedes Jahr das Thaipusam-Fest statt, dass es in diesen Ausmaßen wohl nirgendwo sonst außerhalb von Indien zu sehen gibt. In einer Museumshöhle ist mit Wandmalereien und bunten Statuen eine Geschichte der indischen Mythologie dargestellt.

 

Mehr als 100 000 Menschen drängen sich dann auf den über 250 Stufen nach oben und in den Höhlen um den Schrein des Hindugottes Murugan/Subramanian. Manche versetzen sich so stark in Trance, dass sie keinen Schmerz mehr verspüren. Sie stechen Pfeile – ja sogar Speere – durch die Wangen und Nadeln durch die Zungen und ihre Körper sind gespickt mit Widerhaken.

 

Inzwischen ist dieses Fest auch bei den Piercing-Fans, speziell aus Europa, bekannt und wird von vielen besucht. Ihnen geht es jedoch weniger um die Kultur, als um die Sensation des Gepiercten.

Schade, denn dadurch wird diesem religiösen Fest seinen Sinn genommen.

 

Und noch ein Tipp für romantische Paare

Kuala Selangor ist eigentlich wegen seines Vogelreservats im Mangrovensumpf bekannt. Die Attraktion ist aber eher das berühmt-berüchtigte natürliche Feuerwerk der Fire Flies.

Romantische Liebespaare kommen Nacht für Nacht hierher, um mit dem Boot auf dem Fluss zu treiben und die Show der Leuchtkäfer – oder auch Glühwürmchen, wie wir sie nennen – zu bewundern und sich betören zu lassen. Eine Fahrt über das Wasser in der Dunkelheit und nur das Leuchten der Käfer sorgt für eine ungemein idyllische Atmosphäre.

Leider drückt ein heranziehendes Gewitter auf die Stimmung. Unzählig viele Blitze werfen ihr Licht von oben auf uns herab und der drohende Regen lässt den Glühwürmchen das Leuchten vergehen und den Bootsmann schneller paddeln.

Euer Reisefreund Jacko

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Über Erlebnisse in Kuala Lumpur

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

Wieder waren wir auf der Suche nach einem Gästehaus. Zwischen der Pudu Raya-Busstation und Chinatown gibt es für den Traveller die meisten Möglichkeiten.

Nachdem wir im Backpacker’s Traveller Inn kein Zimmer mehr bekommen hatten, gingen wir wieder auf die altbewährte Methode über. Claudia suchte nach einem Zimmer und ich passte aufs Gepäck auf. Wir mieteten uns in Traveller’s Moon Lodge ein und gingen gleich wieder auf Entdeckungsreise.

Die Jl. Silang, wo wir wohnten, ist sehr zentral gelegen. Von hier aus konnten wir alles gut zu Fuß erlaufen, aber heute galt unser Augenmerk erst einmal Chinatown und Serina. Wir hatten sie angerufen und uns mit ihr am Abend beim Central Market verabredet.

Eilig kam Serina auf uns zu gerannt und genauso schnell ging Claudia ihr entgegen. Die beiden verstanden sich gleich wieder blendend.

Als wir in dem Restaurant nebenan etwas trinken gingen, setzte sich ein Däne zu uns an den Tisch. Er war etwas seltsam, anscheinend war er zum ersten Mal außerhalb Europas unterwegs. Er war sehr nervös und unsicher.

Als Serina uns dann verließ, machten wir uns auf den Weg Chinatown und die Essenstände zu erkunden. Der Däne folgte uns. Beim Essen schlug er erst mal auf das Fleisch, um zu sehen, ob es überhaupt tot ist; er wollte ein Bier, aber das war ihm zu teuer, obwohl es hier eigentlich recht günstig war. Er hätte nicht so viel Geld, wollte aber 3 Monate lang in Südostasien unterwegs sein. Er jammerte andauernd über das Geld, und das schon an seinem ersten Tag. Und dann machte er den Vorschlag: „Ich könnte doch morgen mit euch kommen, wenn ihr in die Berge fahrt.“

„Ich glaube, das ist keine gute Idee“, schoss es wie aus einer Pistole aus mir heraus und ich hatte den Eindruck, dass Claudia gleich dachte. Schließlich hatten auch wir so etwas wie Urlaub und da wollten wir nicht Kindermädchen spielen, wobei er sich auch noch arge Gedanken über sämtliche Impfungen und Krankheiten machte.

„Dann gehe ich wohl gleich morgen nach Singapur“, war sein nächster Gedanke.
„Singapur? Ich denke, du hast kein Geld? In Singapur ist es doch viel teurer als hier“, erklärte Claudia.

„Oh!“, war nur seine entrüstete Reaktion. Nein – dieser Kerl war mir nicht ganz geheuer. Er hatte keine Ahnung, wie lange er sich in einem Land aufhalten durfte. Er hatte keine Ahnung von den Kosten in Südostasien – er hatte eigentlich gar keine Ahnung, was er hier wollte. Und er hatte Angst, in Kuala Lumpur alleine zu sein. Dabei war es unserer Meinung nach eine angenehme Großstadt, wir hatten nie Angst, nachts durch die Straßen zu schlendern. Wir verabschiedeten uns von ihm und zogen unseres Weges. Der nächste Tag wurde zu einem Wander- und Kulturtag. Ich war von Kuala Lumpur überrascht, die Stadt hatte mir von Anfang an gefallen, auch wenn viele sagen, sie hätte keinen Charme. Ich glaube, die hatten die Stadt nur aus einem Auto gesehen und waren im Stau gestanden. Ich nahm einen anderen Eindruck mit.

Kuala Lumpur ist eine lebendige, pulsierende Stadt. Hier reihen sich Gegensätze aneinander. So viele verschiedene Menschenrassen – verschiedene Kulturen und Architekturen verbinden ganze Straßenzüge und vereinen sich beinahe. Versteckte Tempel, verworrene Gassen, aber überall ist Leben.

Wir waren auf der Suche nach den versteckten chinesischen Tempeln und den hinduistischen Schreinen, aber die Suche entpuppte sich als gar nicht so einfach. Einige der Tempel waren von den immer näher rückenden Betonburgen fast aufgefressen worden und ihre Eingänge waren von Imbissständen umzingelt. Wie wir auch suchten, immer wieder liefen wir an dem Eingang zum See Yeoh-Tempel vorbei, der sich in einer schmalen Gasse versteckte. Dazu war Claudia auch noch gereizt – es war das erste Mal, dass ich sie so erlebte.

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

„Ach, nimm du auch mal den blöden Reiseführer und such den Tempel selbst“, fuhr sie mich an. Es war eine neue Seite an ihr, die ich noch gar nicht kannte. Zum Glück hielt ihre schlechte Laune nicht lange an.

Nach der Tempelbesichtigung machten wir einen Bummel durch die riesigen Einkaufszentren im Goldenen Dreieck und danach ging es runter zum Merdeka Square, wo die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen wurde und angeblich der höchste Fahnenmast der Welt stehen soll.

Und gleich gegenüber die wunderschönen Kolonialbauten – eine herrliche Straße, nie hätte ich mit so viel Schönheit in Kuala Lumpur gerechnet.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Euer Reisefreund
Jacko

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Kuala Lumpur – Unterwegs

Weiter geht es in Kuala Lumpur:

Vorbei am riesigen Telecom-Gebäude in Richtung Norden geht es hinauf zum Bukit Nenas, wo der 421 Meter hohe KL Tower in den Himmel ragt. Von hier aus hat man einen berauschenden Blick über die Stadt und ihre Gebäude. Man kann erkennen wie abwechslungsreich und interessant Kuala Lumpur ist.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Gleich nebenan erheben sich die 3 Türme des UBN-Towers und etwas weiter dahinter die Zwillingstürme des Petronas Twin-Towers, die im 41. und 42. Stock durch eine Brücke verbunden sind und nicht nur von oben ein imposantes Bild abgeben.

Autor: Herbert Jeckl

Das Goldene Dreieck beginnt östlich des KL-Towers. Wie der Name schon vermuten lässt, ist hier die Gegend, wo das Geld seinen Besitzer wechselt. Hier sind die teuren Hotels, die modernen Einkaufszentren, Nachtclubs und exklusive Restaurants zuhause. Trotz der teureren Gegend kann man hier mit den Verkäufern handeln und günstig einkaufen, besonders Elektro- und Fotoartikel. Man sollte sich an mehreren Stellen umschauen, die Preise der einzelnen Anbieter variieren beträchtlich.

Was das Einkaufen in Kuala Lumpur betrifft wird es von Tag zu Tag etwas Neues geben. Anscheinend unerschöpflich viele und gigantische Einkaufsoasen werden gebaut und lassen keine Wünsche offen.

Da gibt es den zehnstöckigen Sogo Permas, das zu den größten Kaufhäusern zählt, The Mall am Ende der Jl. Putra, Berjaya Star City an der Jl. Imbi, wo immer wieder etwas mehr dazu kommt. Das sind nur einige von vielen.

Wer sich lieber dem Einkaufsrausch entziehen und seine Mitbringsel auf den Märkten suchen möchte, der ist in Chinatown auf dem Nachtmarkt oder im Indischen Viertel richtig. Auch der Chow Kit Market hat einiges zu bieten.

Es sind noch mehr Menschen unterwegs als in den großen Einkaufszentren, aber es macht mehr Spaß bei Nacht durch die Märkte zu schlendern. Bunte Lichter leuchten über den Ständen, der Duft von den Garküchen zieht durch die Nase und der Rauch der Incent-Sticks verschleiert den Blick. Hier und da wieder ein Rempler und ein Kontrollgriff, ob die Geldtasche noch da ist – aber, wem erzähle ich das; das kennen wir doch alle von Zuhause auch.

Kuala Lumpur hat auch sehr viele Grünflächen, wo man sich erholen kann. Nicht weit von der Nationalmoschee in der Jl. Perdana wurden schöne Parkanlagen errichtet. Da gibt es einen Hibiskus-Garten, Orchideengarten und einen Bird Park, der besonders sehenswert ist. Das meiste findet unter einem riesigen Netz statt; kleine Flussläufe und Wasserfälle wurden geschaffen und die Vögel können in einer natürlichen Umgebung umherfliegen, wie es ihnen beliebt. Oberhalb des Parks wird im Planetarium Negara Wissenswertes über Astronomie vermittelt.

Etwa 2 Kilometer nördlich des Chow Kit Marktes kommt man zum Lake Titiwangsa. Viele Einheimische kommen hierher, um dem Großstadtrummel zu entfliehen, mit einem Boot auf dem See herumzupaddeln oder, um einfach nur herumzuhängen. Manchmal kann man auch Kampfsportgruppen bei ihrem Training zusehen.

Besonders nachts ist der See sehr reizvoll. Man hat einen wunderschönen Blick auf die Lichter der Großstadt und kann in einem Restaurant auf dem Wasser ein richtig malaiisches Buffet genießen, das hauptsächlich aus Fisch und Meerestieren besteht. Ein gemütlicher Platz mit angenehmen Preisen, wo man nicht von Touristen überrannt wird.

Anders geht es in Bangsar zu. Wer es etwas exklusiver und erlebnisreicher haben möchte, der ist in dieser Gegend richtig. Ob Steak, Pizza oder Eiscreme, hier gibt es für jeden Geschmack etwas. Restaurants reihen sich an Coffe-Shops und Bars. Das ist die Gegend der Europäer und Geschäftsleute, dementsprechend sind auch die Preise, aber man bekommt auch gute Qualität.

So hat Kuala Lumpur viele Gesichter. Sicher, der Verkehr könnte etwas weniger sein, aber wer zu Fuß durch die Gassen und Straßen streift, wird die Stadt aus einem anderen Blickwinkel sehen. Kuala Lumpur ist eine moderne Stadt – aber Kuala Lumpur ist keinesfalls langweilig.

Autor: Eva Galvan-Wagener

Kuala Lumpur – Malaysias Hauptstadt

Was gibt es nun zu sehen in Kuala Lumpur.

Es gibt so viel zu sehen, dass sich ein mehrtägiger Aufenthalt lohnt, ohne dass einem langweilig wird. Schon der Bahnhof mit seinen vielen Türmen und Arkaden ist eine Augenweide und einen Besuch wert, auch wenn man nicht mit der Bahn verreisen möchte. Er dürfte wirklich zu den schönsten der Welt zählen (zumindest von außen). Gleich nördlich nebenan steht das GPO, der Dayabumi Komplex das Infocraf Malaysia, wo ein Handicraft Center eingerichtet wurde und das alte Hauptpostamt.

Gleich auf der anderen Straßenseite des Indocraf Malaysia sollte man dem Historischen Nationalmuseum einen Besuch abstatten, in dem man die Geschichte von der prähistorischen Epoche bis zur Unabhängigkeit Malaysias verfolgen kann.

Autor: Herbert Jeckl

Ein Stückchen weiter nördlich kommt man dann zur Prunkstraße von Kuala Lumpur – der Jl. Raja. Hier stehen die alten kolonialen Meisterwerke wie das Sultan Abdul Samad Building, die Old City Hall, die St. Mary’s Church, das Mahkamah Tinggi und das Jabatan Penerangan.

Autor: Herbert Jeckl

Gleich auf der anderen Seite liegt der Merdeka Square, jener große Rasen, wo 1957 die Unabhängigkeit Malaysias verkündet wurde. Der Fahnenmast ist ein guter Orientierungspunkt. Er soll 100 Meter hoch und somit auch der höchste der Welt sein.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Komplex Dayabumi führt eine Fußgängerbrücke über den Kelang-Fluss und auf der anderen Seite geht ein kleiner Weg vorbei an farbigen Häusern entlang des Flusses.
Geht man in Richtung Chinatown weiter, findet man eine Moschee, einen chinesischen Tempel und eine hinduistische Tempelanlage fast nebeneinander. Es scheint, als können die verschiedenen Religionen gut miteinander leben. Man muss eben dem anders denkenden nur den nötigen Respekt und die notwendige Toleranz entgegenbringen.

Autor: Herbert Jeckl

Man läuft durch eine fremde Welt. Da ist zum einen der mächtige, bunt verzierte indische Sri Mahamarimman-Tempel mit seinen vielen Figuren aus der hinduistischen Religion – der Duft von Jasmin liegt in der Luft.
Kaum ein Stück entfernt, kommt man in einen düsteren chinesischen Tempel mit dicker Luft, durchsetzt von dem Duft der Räucherstäbchen.
Wieder ein Stück weiter sieht man eine Moschee, die an den Orient erinnert.
Der See Yeoh-Tempel ist von der Straße aus nicht mehr zu sehen. Zwischen hohen Häusern verborgen steht er hinter dem Central Market, versteckt und umringt von Essenständen – Schade eigentlich, dabei ist es einer der ältesten Tempel der Stadt.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Der Central Market ist ein weiterer guter Orientierungspunkt. Hier wird Kunsthandwerk geboten und man kann bei der Arbeit zusehen, aber wie in den meisten asiatischen Komplexen gibt es auch sehr viel Kitsch an den Verkaufsständen, und natürlich dürfen auch diverse Essensstände nicht fehlen. Ab und zu gibt es auch Veranstaltungen, bei denen der Eintritt frei ist.

Weiter durch Kuala Lumpur geht es im nächsten Teil auf den Spuren der Traveller.

Viel Spaß in Malaysia wünscht
euer traveller Jacko

Kuala Lumpur – die Stadt aus dem Schlamm

Autor: Herbert Jeckl

 

Für die meisten hier in Deutschland ist die Urlaubszeit wohl vorbei. Wer jetzt noch gehen kann, darf sich glücklich schätzen. In den meisten asiatischen Regionen beginnt die schöne Zeit nun, wenn die Regenzeit vorbei ist – so auch in Kuala Lumpur.

Die Stadt ist eine Mischung der modernen neuen Zeit und der vergessenen alten Tage. Hier stehen riesige Banken und Einkaufszentren neben kleinen Kramläden in versteckten Gassen.

Läuft man durch Chinatown sieht man nichts von der modernen Welt und wirft man einen Blick über die Stadt, dann fragt man sich, wo man gerade noch vorher war – man findet sie kaum zwischen den Wolkenkratzern, die Tempel, Pagoden und Moscheen.

Eigentlich heißt Kuala Lumpur „Stadt am schlammigen Fluss“, von dem ist aber nicht mehr viel zu sehen.

Etwa vor 150 Jahren haben die Chinesen diese schlammige Gegend zu einem bewohnbaren Ort gemacht. Und heute ist die Stadt mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern eine wirtschaftliche Metropole und ein Umschlagplatz für den Westen – und eine Konkurrenz für Singapur.

Auch für den Traveller ist Kuala Lumpur sehr interessant geworden. Ebenso wie Bangkok, Manila und Hong Kong ist KL eine Anlaufstation für Billigflüge – als Anreise und auch zur Weiterreise bieten sich durch die zentrale Lage in Südostasien interessante Möglichkeiten an. Für Rucksackreisende gibt es viele günstige Unterkünfte.

Autor: Herbert Jeckl

Die Stadt ist auch keineswegs hässlich, die verschiedenen Architekturstile und das Getümmel vieler verschiedener Kulturen machen die Stadt für den Traveller sehr interessant.