Hanoi – eine Stadt voller Leben

Hanoi – Vietnams Hauptstadt

In Hanoi leben über 3 Millionen Menschen und alle scheinen tagsüber gleichzeitig unterwegs zu sein. Es wuselt an allen Ecken und Enden. Menschen handeln mit Waren und feilschen um den Preis.

Der Verkehr wird von den Mopeds und Fahrrädern beherrscht, was angenehm erscheint. Es gibt zwar Verkehrsschilder und Regeln, aber niemand hält sich an sie. Alle fahren in irgendeine Richtung, wie es ihnen beliebt.

Die halb zerfallenen Häuser in den schmalen Gassen Hanois erinnerten zum Teil an ein altes französisches Dorf und die weitläufigen Parkanlagen um die Seen ließen nicht an eine Großstadt denken.

Hanoi wird von den Ufern des ‚Roten Flusses‘ begrenzt über den 2 Brücken hineinführen; zum einen die Long Bien-Brücke für Fußgänger, Fahrräder und Mopeds und die neuere Chuong Duong-Brücke für alle.  Hanoi bedeutet wörtlich: Stadt innerhalb der Flüsse.

Hanoi und der Hoan Kiem-See

Nicht weit davon entfernt ist der Hoan Kiem-See (der See des zurückgegebenen Schwertes; über diese Legende werden Aufführungen im Wasserpuppentheater gezeigt).

Dort in der Nähe hatten wir uns niedergelassen, was sich als gut erwiesen hatte, da man viele Stationen zu Fuß oder mit geringem Aufwand erreichen konnte. Außerdem war man mitten im ‚Treiben‘ und nachts war es doch ruhig, wie Hanoi überhaupt manchmal ausgestorben zu sein schien.

Der Hoan Kiem-See liegt im gleichnamigen Bezirk und lässt vergessen, dass Hanoi eine Großstadt ist.

Seinen Namen hat der See aus einer Legende erhalten. Diese besagt, dass Kaiser Ly Thai To Mitte des 15.Jh. ein Schwert vom Himmel bekommen habe, um die Chinesen aus Vietnam zu vertreiben.

Nach dem Krieg, bei einer Bootsfahrt auf dem See, habe eine riesige goldene Schildkröte ihm das Schwert entrissen und brachte es wieder zurück zu den Göttern in der Tiefe des Sees. So ist die Schildkrötenpagode auf ei-ner kleinen Insel in der Mitte des Sees entstanden.

Im nördlichen Teil des Sees steht ein weiterer Tempel – der Ngoc Son-Tempel (Jadebergtempel). Man kann ihn über „die Brücke der aufgehenden Sonne“ erreichen und sich im Schatten der Bäume herrlich ausruhen.

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Jacko
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Eine Nacht in Luang Namtha

Es war Nacht, als wir in Luang Namtha ankamen – wirklich Nacht, denn es gab keinen elektrischen Strom hier und es gab nicht genügend Zimmer in dem Gästehaus, zu dem uns der Fahrer brachte.

Luang Namtha

Knobeln für eine Unterkunft in Luang Namtha

„Dann müssen wir halt knobeln, wer hier bleiben darf“, schlug der Texaner vor. „Ein Zimmer ist ja noch frei.“

„Einverstanden!“ stimmten alle zu.

So saßen wir auf dem Pick-up und von jedem Pärchen knobelte eine Person – es war das übliche internationale Spiel – Stein, Brunnen, Schere, Papier. Zweifelnd schaute der Fahrer und die Besitzerin des Gästehauses zu und wartete, bis bei uns eine Entscheidung viel. Dann war es soweit.

„Ah, ich hab’s! Ich hab’s!“ rief Claudia laut vor Freude und fuchtelte mit ihren Händen herum.

Wusste ich doch, dass man sich auf sie verlassen konnte. Es war schön, dass wir die Zimmersuche in Luang Namtha auf diese faire Weise regeln konnten, keiner wollte sich vordrängen. Diesmal war das bessere Ende auf unserer Seite und die anderen mussten weitersuchen, aber Luang Namtha war nicht so groß, da sollten wir uns bald wiedersehen.

Auf Entdeckungstour in Luang Namtha

Wir brachten unsere Rucksäcke auf das Zimmer und gingen gleich auf einen Stadtrundgang, so wie immer, wenn wir an einen neuen Platz kamen.

Das Dorf ist kaum zu finden – es ist finstere Nacht. Nur Petroleumlampen und Kerzen an den Ständen leuchten uns den Weg. Aber es ist sehr interessant, so durch die Gegend zu schlendern, wo man kaum die Hand vor Augen sieht.

Als wir zum Gästehaus zurückkamen, trafen wir die anderen wieder. Es gab nicht viele Unterkünfte hier und unser Gästehaus schien das einzige zu sein, in dem etwas Essbares zu finden war. Mit der Untermalung eines kleinen Generators hatten wir etwas Licht und Musik, aber nur bis 9.00 Uhr, dann mussten wir auf Kerzen zurückgreifen, doch das störte keinen, das machte den sowieso schon netten Abend nur noch interessanter, so wie auch unsere Unterhaltung sehr interessant war.

Interessante Gespräche

„Sag mal, wie kommt ein Texaner wie du eigentlich an den Südpol?“ fragte ich den langhaarigen Kerl, der mir eher wie einer der Baywatch-Typen aus Kalifornien vorkam.

„Tja, ich hatte noch nie Schnee gesehen. In Amerika suchten sie Leute für ein Forschungsprojekt am Südpol. Ich hatte mich beworben und sie nahmen mich“, erklärte er frisch und frei.

„Was für ein Forschungsprojekt war das“, wollte ich wissen.

„Oh, wir haben die Beschaffenheit der Gegend, die Auswirkungen der Temperaturunterschiede in der Vergangenheit auf die Eisschmelze und die Reinheit der Luft untersucht.“

„Waren dort mehrere Leute?“

„Ja, wir waren zu dritt!“

„Und wie lange seid ihr dort gewesen?“ Ich löcherte ihn ganz schön mit meinen Fragen.

„Ein Jahr.“

„Puh! Ganz schön lange.“

„Ja. Als ich nach Bangkok kam, war ich ganz schön menschenscheu. Die Leute kamen freundlich auf mich zu und ich war völlig verschüchtert.“

„Und jetzt ziehst du durch Asien?“

„Nicht nur durch Asien. Meine Freundin, die ich auf diesem Trip kennen gelernt habe, geht im Januar für immer nach Afrika. Ich ziehe dann weiter nach Europa, aber nur in die warme Gegend“, sagte er lachend. „Danach geht es dann wieder an den Südpol in die Kälte, aber diesmal nur für fünf Monate.“

Verständlich, dass er nur die warme Gegend bereisen wollte. Na, wenigstens wurde er für seine Entbehrungen fürstlich entlohnt. Ausgaben hatte er so gut wie keine, da konnte er es sich jetzt schon gut gehen lassen.

Die Chefin des Hauses sah, dass wir unseren Spaß hatten und setzte sich zu uns an den Tisch. Sie sprach sehr gut Englisch und antwortete hilfsbereit auf all unsere Fragen.

So langsam leerte sich das Lokal und die Chefin bat uns nach draußen zu gehen, bot uns aber noch Getränke an: „Da draußen sind noch zwei Tische. Wenn ihr euer Bier dort trinken könntet, dann könnte ich hier zu machen.“

„Gar kein Problem“, sagten wir, „wir wollen dich nicht um deinen Schlaf bringen.“

„Wenn ihr noch etwas wollt, klopft einfach an meine Tür.“

Travellerlatein

Aber das fiel uns nicht im Traum ein, sie und ihren Mann zu stören. Schließlich hat man ja auch ein Privatleben. Wir sorgten für Vorrat und ich setzte mich mit einem Schotten und seiner finnischen Frau an einen der Tische. Bei Kerzenlicht im Freien laberten wir bis spät in die Nacht hinein. Die beiden arbeiteten in der Sommersaison auf Mallorca und im Winter ziehen sie für vier Monate durch die Gegend – auch nicht schlecht. Auch ihnen ist auf ihrer Wanderschaft so manch lustiges und seltsames passiert, was einem erfahrenen Traveller normalerweise nicht mehr passieren dürfte – Travellerlatein. Mit jedem Bier, das der Schotte trank, wurde er lustiger und gesprächiger und mit jedem Bier fiel er ebenso immer mehr in seinen ursprünglichen, für mich nur schwer verständlichen schottischen Dialekt zurück.

Schon jetzt wusste ich, dass ich noch lange an diesen schönen Abend denken würde.

Am nächsten Morgen brachte uns die nette, hilfsbereite Chefin zum Marktplatz, wo auch die Pick-ups von Luang Namtha nach Muong Sing abfahren.

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Jacko
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Weiter nach Luang Namtha

Vorbei an Bergdörfern nach Luang Namtha

Plötzlich unerwartete Rufe, die Fahrt ging weiter – wieder etwa 5 Stunden bis Luang Namtha.

An einigen Bergdörfern vorbei, ging es immer weiter nordwärts in eine berauschende Bergwelt hinein.

Traumziel Laos

Unsere Gruppe hatte sich neu zusammengesetzt, weil einige in Richtung Vietnam weiter wollten.

Da war der große, blonde, braun gebrannte, langhaarige Texaner, der am Südpol arbeitete mit seiner Freundin aus Australien, die in zwei Monaten nach Afrika auswandern wollte. Er war sehr gesprächig und hatte immer ein ‚Sunshine-Lächeln‘ im Gesicht.

Dann das schwedische Pärchen; er sehr gesprächig, sie sehr schweigsam. Sie weinten ihrer einst so hervorragenden Regierung nach, die ja mal in Puncto Sozialplan als Musterstaat galt.

Das neu hinzugekommene französische Pärchen, das ein Jahr lang durch Südostasien tingeln wollte und ein weiterer Amerikaner, der nicht sehr mitteilsam war, teilten mit uns die Bank.

Von all denen, die mit uns in diesem Pick-up reisten, waren wir diejenigen, welche am wenigsten Zeit für diese Reise hatten. Alle anderen waren mehr als ein halbes Jahr unterwegs. Zuhause kam uns unsere Tour als etwas Besonderes vor – ich hatte zuvor noch niemanden gekannt, der ein halbes Jahr unterwegs war, aber hier in Südostasien schien das der Normalfall zu sein. In Laos hatten wir nur Kontakt zu Langzeitreisenden, Pauschaltouristen hatten wir keinen einzigen gesehen.

Traumziel Laos

Die Schönheit der Bergwelt im Norden nimmt kein Ende. Es ist nicht die Entfernung, die man zu überbrücken hat – es ist die Zeit, die man überbrücken muss.
Die Straße wird immer schlechter und es geht nur langsam voran.
Immer wieder müssen wir aus dem Pick-up aussteigen, Schlamm und Geröll machen die Fahrt zu einem Abenteuer.
Interessante Gespräche machen die Fahrt kurzweilig.
Ab und zu verstummen wir und genießen einfach nur die Szenerie, die an uns vorüber zieht – dann schweigen wir und widmen unsere Aufmerksamkeit dem Geschehen am Rande der Straße.
Wer nicht einmal auf diesem Wege durch Laos reist, hat Laos nie gesehen.Traumziel Laos

 

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Nordwärts in Laos

Der wilde Norden von Laos

Wer noch weiter in den Norden von Laos reisen will, muss sich im Klaren sein, dass man hier vergeblich nach schönen Tempelanlagen oder geschäftigem Treiben sucht, dass es ja schon kaum in den laotischen Städten gibt. In den meisten Gegenden gibt es nur für begrenzte Zeit Strom von dem Generator und Licht von der Petroleumlampe.

Laos Norden

Der Reichtum des Nordens von Laos liegt in der urwüchsigen Landschaft, den wilden Bergzügen mit ihren Dörfern und den Völkern in ihren traditionellen Trachten. Der Weg ist beschwerlich, doch wer ihn geht, wird begeistert sein.

Nach Berichten von anderen Traveller die Richtung Süden zogen, waren in Phongsaly Militärstreifen unterwegs, die die Gegend sichern sollten. Anscheinend gab es Probleme mit einigen Bergvölkern, die gegen den Tourismus waren (was ich mir nicht so recht vorstellen konnte). So war diese reizvolle, wilde Gegend zur Weiterreise gesperrt, aber wir wollten an die chinesische Grenze. So sollte unser Weg nun über Muong Say (Oudomsay) nach Luang Namtha und dann nach Muong Sing führen.

Um 7.00 Uhr morgens trotteten wir schwer beladen unter den Augen kopfschüttelnder Laoten zu den Bussen (oder besser gesagt zu den Pick-ups).

Neue Erfahrungen

In Pak Muong gab es wieder etwas Neues für uns zu probieren. Süßes Gebäck, das sehr lecker schmeckte. Aber es gab auch noch etwas anderes Neues – Ratten am Spieß!

Von uns traute sich keiner an sie heran, obwohl sie ja sehr gut schmecken sollen. Einige mal ging ich an ihnen vorbei, dann hatte ich mich entschieden, sie zu probieren – zu spät. Einheimische hatten mir die Ratten vor der Nase weg geschnappt.

Unsere Gruppe war wieder einmal international und sehr unterhaltsam, so kam uns der Weg nach Muong Say gar nicht mehr so lang vor. Hier war dann Endstation für unseren Fahrer und wir mussten wieder um einen Sitzplatz in einem anderen Pick-up kämpfen. Aber dieses Mal war das nicht sehr schwierig, es stand schon ein anderes Fahrzeug bereit. Der Fahrer wartete wieder so lange, bis sein Gefährt proppenvoll war und man nicht mehr gemütlich sitzen konnte. Als es noch bequem war, wollten wir dem Fahrer einen zusätzlichen Platz bezahlen, dass er endlich abfahren könnte, aber irgendwie denken die Menschen hier anders. Er wartete lieber, bis ein weiterer Fahrgast seine Dienste in Anspruch nehmen wollte, obwohl wir ihm mehr bezahlt hätten. Für uns ‚Westler‘ unbegreiflich, denn Zeit ist doch Geld. Aber Zeit haben sie hier genug. So blieb auch für uns genügend Zeit für eine weitere gute Suppe und einer Sitzung in einer Stehtoilette hinter einem Wellblechverschlag ohne Tür. Claudia musste dringend mal und ich war ihr Türsteher.

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Erlebnisse in Luang Prabang

Autor: Herbert Jeckl

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Hoch über der Stadt leuchtete Phou Si in vollem Glanze auf uns herab.

Die Jumbos standen schon an der Bushaltestelle bereit und brachten uns zu den Gästehäusern. Schon bei der Fahrt durch die Stadt wusste ich, dass es hier viel interessanter sein würde als in Vientiane.

Es war nicht einfach, ein geeignetes Gästehaus zu finden. Die wenigen günstigen Unterkünfte waren schnell vergriffen, so mussten wir für die erste Nacht nehmen, was wir bekommen konnten.

Die Wände sind so dünn, dass wir Angst haben, der Gast über uns könnte hindurch fallen bei seinem Getrampel, das er frühmorgens veranstaltet.
Anscheinend hat der nichts Besseres zu tun, als um 7.00 Uhr seine Joggingrunden im Zimmer zu drehen.
Unsere Betten haben enorme Sprungfedern, vielleicht sollten wir sie mal aktivieren und an der Decke oben anklopfen.

Man brauchte viel Überwindung, um auf die Toilette zu gehen oder zu duschen – alles war ein Gemeinschaftswesen und ziemlich versifft. Für uns hieß es nur ‚nichts wie raus!‘

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Als Erstes mieteten wir ein Fahrrad und schauten uns nach einer neuen Bleibe um. Geduld war angesagt. Im zentral gelegenen Rama Hotel war noch alles belegt; Check-out war um 12.00 Uhr, so hatten wir noch eine Chance.

Beim dritten Anlauf klappte es dann, wir hatten ein Zimmer – schön, groß, sauber, mit Warmwasser, für den gleichen Preis, den wir für unser schäbiges, kleines Zimmer zahlten. Jetzt hieß es schnell sein. Es war 11.30, ab 12.00 Uhr könnte man uns eine weitere Übernachtung berechnen.

„Was? Sie ziehen schon aus?“ fragte die Betreiberin des Gästehauses, die eigentlich ziemlich freundlich war. Wahrscheinlich war sie sich über den schlechten Zustand ihres Etablissements gar nicht bewusst.

Zwei Kinder interessierten sich sehr für uns und wollten uns helfen, das schwere Gepäck auf dem Rad zu verstauen.

Da wir unser Zimmer nun hatten, konnten wir gut gelaunt mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour durch die Stadt ziehen. Aber zuerst noch eine Stärkung in dem gegenüberliegenden Lokal. Die Gastgeber waren Chinesen und das Essen war vom Allerfeinsten. Huhn mit Pilzen und Gemüse in einer süßsauren Soße – ganz nach meinem Geschmack.

Dann ging es aber los – Sideseeing in Luang Prabang! Genau wie für Vientiane reicht auch hier ein Fahrrad völlig aus.

Zuerst mussten wir zur Polizei, um uns in der Provinz anzumelden. Die war gleich neben unserem Restaurant. Es dauerte nicht lange und kostete auch nichts. In manchen nördlichen Provinzen braucht man eine Reiseerlaubnis. Nach Mitteilung der Polizei dient es der eigenen Sicherheit sowie zur Information, wie viele Fremde sich derzeit im Gebiet befinden.

Zuerst waren wir über diese Einrichtung nicht sehr begeistert, aber im Nachhinein fanden wir es gar nicht schlecht. Wenn jemand vermisst wird, kann man über die Polizei erfahren, ob und wann diejenige Person in dieser Gegend war. Außerdem kann die Polizei über Unruhen in den angrenzenden Regionen informieren und von einer Weiterreise abraten (schon in Vang Vieng wie auch hier berichtete man von Unruhen in der Umgebung um Phongsaly). Und zum Dritten hat der Gesetzeshüter eine gewisse Kontrolle über eventuelle „schlimme Finger“ unter den Touristen.

Auf unserer Stadtrundfahrt erfuhren wir, warum Laos heute „das Land der 1000 Regenschirme“ und nicht mehr „das Land der 1 000 Elefanten“ genannt wird.

Warum – das erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel …

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Luang Prabang – königliche Stadt in den Bergen!

Autor: Herbert Jeckl

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Luang Prabang ist das Juwel des Nordens – wenn nicht von ganz Laos (den Süden haben wir ja nicht gesehen).

Eigentlich ist es auch nur eine kleine Stadt im Gebirge, aber ebenso wie Mae Hong Son in Thailand birgt diese Stadt ihren Reiz – von der Geschichte mal abzusehen – in der Natur.

Eine herrliche Gebirgslandschaft umrahmt die Stadt mit ihrem eher dörflichen Charakter.

Wer hier eine gute Kamera und ein Fotostativ dabei hat, der kommt zu seinen Traumbildern.

Malerische Sonnenuntergänge über dem Mekong verzaubern den Besucher und betören ihn. Und dann die Ruhe und Langsamkeit – wie überall in Laos.

So ruhig und friedlich ist es hier. Wir sitzen am Ufer des Mekongs und schauen über den Fluss – schauen zu, wie die untergehende Sonne den Himmel in ein malerisches Farbenspiel verwandelt. Kaum vorstellbar, das hier einst so viele Kriege stattgefunden hatten.

Autor: Herbert Jeckl

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Natürlich hat Luang Prabang eine kriegerische Vergangenheit. Mehrmals musste die Stadt gegen burmesische und siamesische Angriffe standhalten. Auch die Vietnamesen waren nicht weit, sie teilten sich für eine Weile mit den Siamesen die Herrschaft über die Stadt – bis dann chinesische Räuberbanden die Macht ergriffen und die Stadt plünderten.

Zu diesem Zeitpunkt waren auch die Franzosen in Laos. Sie waren auf dem Weg nach China, um ihr Kolonialreich noch ein wenig zu vergrößern. Sie boten dem laotischen König Schutz gegen die Räuberbanden an und verbündeten sich mit ihm. So war Frankreich ein Stückchen weiter und der König behielt sein Königreich.

Luang Prabang, wie Muong Swa nun heißt, hat eine lange und sehr bewegte Geschichte. Weiter in diesem Buch darauf einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Wir möchten hier eher auf die heutige Zeit und die Sehenswürdigkeiten hinweisen (oder was noch von ihnen übrig blieb).

Es gibt noch einiges Interessantes zu entdecken in Luang Prabang und seiner so landschaftlich reizvollen Umgebung.

Dein Reisefreund
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Von Kasi nach Luang Prabang – der Weg in den Norden

Kasi - Luang Prabang

Es waren nur etwa 160 Kilometer nach Luang Prabang, aber die hatten es in sich. In Kasi standen zwei Fahrer mit ihren Pick-ups bereit, als sie hörten, dass der Bus den Geist aufgegeben hatte und total überfüllt war.

So kämpfte jeder um einen guten Platz; manch einer drängte sich gleich auf die Pritsche, andere wiederum versuchten ihr Glück auf dem Dach, um die Aussicht besser genießen zu können. Durch den fairen Preis, den die Fahrer machten, wollten alle mit – bis auf die Franzosen. Ihnen war es egal, ob sie heute oder morgen weiterkommen würden, nach dem letzten Joint war wohl Ruhe und Frieden bei ihnen eingekehrt.

Für alle die mitgekommen waren begann eine abenteuerliche Fahrt durchs Gebirge.

Kasi - Luang Prabang

Nicht allzu weit hinter Kasi überholten wir den maroden Bus wieder. Er war erneut stehen geblieben und das wahrscheinlich nicht zum letzten Mal. Frustrierte Gesichter starrten uns sehnsüchtig nach. Bei uns dagegen ging es zügig voran. Die Straße schlängelte sich weit über 2000 Meter hinauf und immer wieder kamen wir an kleinen Bergdörfern vorbei, wo Menschen entlang des Abgrundes lebten.

Kinder kommen aus ihren Hütten gerannt, winken uns zu und rufen:
„Sabai Dii! Sabai Dii!“
Die Alten lachen uns entgegen und die Jungen rennen uns hinterher.
„Sabai Dii!“ erwidern auch wir. Und ich hatte Tränen in den Augen –
begeistert von der Freundlichkeit und dem Interesse, das sie uns
entgegenbringen.

Am Anfang war alles sehr schön. Wir waren ein buntes Gemisch vieler Nationen – Franzosen, Norweger, Schweden, Amerikaner, Deutsche, Japaner, … Die Sonne brannte herunter und wir waren für den Fahrtwind dankbar, der uns etwas Abkühlung verschaffte. Es war eng auf den Pritschen, aber die atemberaubende Aussicht auf die Berge entschädigte für alles. Auch oben auf dem Dach schien eine gute Stimmung zu sein, manchmal hätte man meinen können, es sei eine Party im Gange.

Träge schleppten sich unsere beiden schwer beladenen Pick-ups immer weiter hinauf; höher und höher – bis über die Wolken.

Kasi - Luang Prabang

Die Fahrt zog sich lange hinaus. Bergauf, bergab und wieder hinauf. Allmählich verschwand die Sonne hinter den Bergen und wir rückten gerne noch etwas näher zusammen, es wurde bitterkalt.

Auf dem Dach war längst Ruhe eingekehrt und sie hatten ihre wärmste Kleidung herausgekramt. Unten wurde ein rotierendes System eingeführt; die auf dem Gitter hockten, konnten das auf keinen Fall die ganze Strecke durchhalten. Auch Claudia nahm beim nächsten Stopp alles an warmen Klamotten heraus, was sie dabei hatte. Nur einem zehnjährigen Jungen schien die Kälte nichts auszumachen, er unterhielt die ganze Gruppe.

Er war das Produkt einer englischen Frau und eines Mannes indischen Einschlags. Sie lebten in Singapur und der Junge wurde so richtig multikulturell erzogen. Er sprach mehrere Sprachen, darunter auch ein wenig Mandarin. Als der Knirps dann auch noch zu singen anfing, lebten die Leute auf dem Dach wieder auf. Singen macht warm und vertreibt die Zeit. Allzu lange konnte es ja nicht mehr dauern, es war schon seit einer ganzen Weile dunkel.

Gegen 9.00 Uhr war es dann soweit. Sechs Stunden hatten wir etwa gebraucht, bis wir in Luang Prabang angekommen waren. Obwohl der Kälte zum Schluss, war ich glücklich darüber, solch eine Fahrt erleben zu dürfen. Nur selten zuvor hatte ich Ähnliches erfahren, was so viel Atmosphäre in sich verbirgt.

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Nam Ngum und Vang Vieng

Impressionen vom Nam Ngum Stausee und dem malerischen Vang Vieng:

Schaut euch das Video an!

Nam Ngum & Vang Vieng

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Pai – ein Trip in die Berge

Langsam schlängelt sich der alte überfüllte Bus die steilen Serpentinen hinauf. Zum Glück haben wir einen Sitzplatz bekommen, die Fahrt zieht sich hinaus und der Bus ist niedrig. Wegen der Ventilatoren, von denen kein Einziger geht, kann man nur gebückt stehen. Die einzige Aircondition ist das offene Fenster. Uneigennützig tauscht man die Plätze mit denen, die schon länger stehen; so auch wir. Die viereinhalb Stunden sind anstrengend, aber trotzdem ist die Fahrt über das Gebirge wunderschön. Nur manchmal, wenn es steil bergab geht, hofft man, dass die Bremsen auch gehen.

Als der Bus in Pai hielt waren nur noch Traveller unter den Fahrgästen, die Einheimischen waren schon unterwegs abgesprungen. Alle stürmten nach draußen und der „Run“ auf die Gästehäuser begann. Wir schauten, wo die Masse hinlief und entschieden uns für eine andere Richtung – orientierungslos, wie so oft.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Wir waren schon am Ende von Pai, wo die Brücke über den Fluss ging. Dort hatten wir das Riverside-Gästehaus entdeckt und gegenüber war ein schöner, großer Platz mit gemütlichen Bambushütten und Hängematten davor. Es war zwar nicht im Zentrum, aber Pai ist nicht so groß, dass man nicht hinein laufen könnte. An dem Rest des Tages zogen wir zu Fuß los und informierten uns, was es so alles zu sehen gab. Am Abend sahen wir dann erst in den Straßen, wie viel Traveller hier waren.

Pai gefiel uns sehr gut, aber es war nicht mehr das kleine, verschlafene Nest, wie es im Reiseführer angepriesen wurde. Auch hier war der Tourismus auf dem Vormarsch. Natürlich gab es noch keine großen, luxuriösen Hotelanlagen, dafür war das Dorf zu schwer zu erreichen, aber zum Teil dachte man, es gäbe so viele Traveller wie Einheimische hier.

Wem konnte man es verdenken, kaum ein Traveller kommt an diesem freundlichen Ort inmitten dieser herrlichen Bergwelt vorbei. Pai hat jede Menge für den aktiven Reisenden zu bieten. Ob mehrtägige Ausflüge zu den Bergdörfern wie in Chiang Mai, Floßfahrten, Rafting oder auf eigene Faust mit dem Rad, hier konnte man sich schon die Zeit vertreiben und dabei war alles noch sehr günstig. Hier hatten wir unsere billigste Unterkunft in Thailand.

Auch dass um 22.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt würden (laut Reiseführer), war längst nicht mehr der Fall. Das Lokal, das angeblich am längsten geöffnet haben sollte, war von einigen übertrumpft worden, die erst abends öffneten und weit über Mitternacht hinaus die Stellung hielten. Auch Livemusik wurde geboten (Reggae und Rock).

Autor: Herbert Jeckl

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Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad weiter. Es ging schon ganz schön nach oben, aber als wir dann auf Pai und das herrliche Tal am Fluss hinunter schauen konnten, war die ganze Anstrengung verflogen. Selbst Claudia meinte: „Mann, jetzt finde ich es doch schön mit dem Rad.“

Autor: Herbert Jeckl

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Kein Wunder, wir hatten zwar das ein oder andere Problem mit der Schaltung, aber die Strecke war angenehm zu fahren. Wenn man oben losfuhr, reichte der Schwung nach der Abfahrt wieder bis zur Mitte des nächsten Anstiegs, somit hielt sich die Anstrengung in Grenzen – und immer wieder die herrlichen Ausblicke zu den umliegenden Bergen.

 

Wieder in Pai angekommen durchstreiften wir den kleinen Ort von vorne bis hinten und zu allen Seiten mit dem Rad, denn morgen sollte es wieder weiter gehen. Pai war ein schöner Ort, hoffentlich bleibt es so.

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Chiang Mai – Trekking in den Bergen (Tag 1)

Wer nach Chiang Mai geht, der geht auf Trekking-Tour – und so auch wir.

Chiang Mai Trekking Tour„Wenn ihr Zeit habt, dann macht die viertägige Tour, das ist mit einer zweitägigen gar nicht zu vergleichen“, warb Annette für ihre Tour. „Ihr werdet ganz sicher keine andere Gruppe treffen, das verspreche ich euch.“

Hm…, Traveller haben nie Zeit, da kann man noch so lange unterwegs sein.Nach reiflichen Überlegungen, wo wir später die Zeit wieder reinholen könnten, hatten wir uns also für die 4-Tages-Tour entschieden. Es war uns schon wichtig, dass wir nicht jede Stunde auf daher trampelnde Touristengruppen treffen würden.

Außer Claudia und mir waren noch 2 weitere Deutsche – Birgit aus Lübeck und Dirk aus Viersen – mit von der Partie. Australien war mit Stacy aus Sydney vertreten; Schweden mit Jo und Jess, die aber in Australien studierten; und aus Norwegen kam ein braun gebrannter, schwarzhaariger Kerl, der so schweigsam war, dass ich nicht einmal mehr weiß, ob er seinen Namen gesagt hatte.

Nach einer langen, kurvigen und staubigen Fahrt wurden wir etwa 70 Kilometer weiter südlich im Inthanon Nationalpark abgesetzt, an einem Dorf der Karen. Es war unsere erste Begegnung mit einem Volk der Bergstämme.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

„Ich komme mir vor wie bei einer Expedition“, flüsterte ich zu Claudia.
Nur die Träger für unser Gepäck fehlten, das mussten wir selber schleppen.

Neugierig stierten die Dorfbewohner uns hinterher. Ich hörte wie sich Pang angeregt mit einer Frau unterhielt, die sich offensichtlich für die kräftigen Waden der dicken Schwedin begeistern konnte. Immer wieder zeigte sie darauf und lachte lauthals heraus. Na ja, in den asiatischen Ländern deutet eine gewisse Fülle auf Wohlstand hin und davon hatte Jo einiges zu bieten.

„Was sagt die Frau, Pang?“ fragte jemand aus der Runde.

Jetzt war Pang in der Zwickmühle. Zum einen erlaubt ihm seine asiatische Höflichkeit nicht zu lügen, zum anderen gebot es seine Höflichkeit nicht, andere zu beleidigen.

„Äh…“, stotterte er, „ein kräftiges Mädchen mit einem schweren Rucksack.“

Pang versuchte so gut es ging, sich aus der Klemme zu reden und trieb uns an. Er hatte das Mittel der ‚freien Übersetzung‘ gewählt.

Die erste Etappe war einfach. Der Weg war fast immer eben, ab und zu mal ein kleiner Anstieg, aber das war für die gesamte Gruppe kein Problem.

Auch das Dorf, in dem wir unsere erste Nacht verbrachten, war ein Dorf der Karen. Diese Menschen hier waren genauso an uns interessiert wie wir an ihnen. Immer wieder kamen vereinzelt welche von ihnen an unsere Hütte und bestaunten uns. Hätten sie einen Fotoapparat gehabt, hätten sie wohl auch Bilder von uns gemacht. Ich traute mich noch nicht so richtig zu fotografieren, weil ich nicht wusste, wie sie reagieren würden.

Pang war ein guter Koch, er zauberte ein köstliches Abendessen auf den Tisch. Ich weiß nicht, wo der Kerl die ganzen Zutaten und Gewürze her hatte. Bei unserer Wanderung fiel mir nur manchmal auf, dass er etwas zusammensammelte und in seine Umhängetasche tat. Wahrscheinlich hatte er auch einiges von den Dorfbewohnern bekommen. Es gab Pilzsuppe und ein herzhaft würziges Reisgericht, von dem jeder gerne noch ein zweites Mal schöpfte.
Übrigens war mir auf unserer bisherigen Reise schon öfters aufgefallen, dass in Thailand mehr Männer als Frauen hinter den Töpfen stehen.

Unsere Gruppe war noch immer ziemlich zurückhaltend, aber langsam tastete man sich heran. Claudia las ihren langen Brief von Stefan und ich lag da und beobachtete die anderen.

Inzwischen ist es kalt geworden und wir bekommen einen Vorgeschmack, was uns heute Nacht erwartet. Das Dorf liegt 1 700 Meter hoch in den Bergen und der dünne Schlafsack wird die Kälte nicht abhalten können. Gerne nimmt jeder etwas Tee, den die Einheimischen gekocht haben – er wärmt. Die offene Feuerstelle mitten im Raum schafft eine beschauliche Atmosphäre.

Ich denke an zuhause und an unsere Lagerfeuer am See – das einzige, was mir fehlt, ist nur etwas Rum in dem Tee.

Die Gruppe taut langsam auf. Pang versucht die vielen Fragen so gut wie möglich zu beantworten, aber ich glaube, er geht eher diplomatisch vor. Schließlich kennt er uns zu wenig, um seinen Lebenslauf vor uns auf den Tisch zu legen.

Inzwischen hatte sich der Führer des Dorfes zu uns gesetzt.

„Pang, frag‘ doch mal wie das so ist, wenn da so Touristen ins Dorf kommen. Stören wir die Leute nicht in ihrem Leben? Fühlen sich die Menschen hier nicht begafft?“ wollte Stacy wissen.

Leider sprach der Mann kein Englisch, so musste Pang übersetzen.

„Nein, ihr stört uns nicht. Uns interessiert euer Leben genauso wie unser Leben euch. In eure Dörfer und Städte kommen doch auch andauernd Touristen, ihr nehmt das gar nicht mehr wahr, ob es Touristen oder Einheimische sind, weil sich einer für den anderen nicht mehr interessiert. Sicher, ihr habt mehr Wohlstand und Dinge, die wir nie besitzen werden, aber wir sind mit unserem Leben zufrieden. Euer Leben ist einfach anders – ob es besser ist …“ Dann brach der Mann ab und stellte sich weiteren Fragen.

Aus den Antworten hörte man heraus, dass der Mann in keiner Weise primitiv oder ungebildet war – keiner der Menschen hier war dumm. Sie konnten Dinge, die wir schon längst verlernt hatten oder nur noch mit Hilfsmitteln fertig bringen würden.

Nach einer Weile verabschiedete sich der gesprächige Mann und wir waren wieder unter uns.

Am leichtesten knüpfte ich mit Birgit Kontakt. Sie war ein ruhiges, ausgeglichenes Mädchen mit einem Einschlag zum Hippie-Dasein.

Stacy war sehr zurückhaltend und hatte sich an Dirks Seite geschlagen. Der wiederum hatte sich zur Hauptperson unserer Gruppe auserkoren. Er wollte immer witzig sein, außerdem schien er sich für Stacy zu interessieren und scharwenzelte auch immer um sie herum.

Die pummelige Jo redete wie ein Wasserfall und lachte immer so aufdringlich, dass jeder ihren goldenen Delfin sehen musste, den sie in einem ihrer vorderen Zähne einsetzen lassen hatte. Sie schien sich über ihr Übergewicht keine Sorgen zu machen und posierte als Herrscherin über ihre Freundin Jess. Diese war wohl ihre Butlerin, sie machte einen ruhigen, naiven Eindruck und folgte ihrer Herrin aufs Wort.

Der Norweger war Dirks Gegenteil – er drängte sich so weit in den Hintergrund, dass er unbemerkt blieb. Bisher hatte ich noch keinen einzigen Satz von ihm gehört.

„Was liest du denn da?“ fragte Birgit als sie sah, wie verzückt Claudia an Stefans Brief hing.

„Ich habe Post von meinem Freund bekommen und bin jetzt total happy, aber auch ein bisschen traurig.“

„Wie, ihr seid gar kein Pärchen?“ fragte Birgit überrascht. Anscheinend hielten uns alle für ein Pärchen.

„Ne, wir sind nur Reisepartner“, erklärte Claudia und erzählte die Geschichte, wie wir zueinandergefunden hatten.

Ich hörte derweil Pangs Ausführungen zu. Er beantwortete gerne alle Fragen, außer man kam auf seine Person zu sprechen.

Die Nacht war bitterkalt, am nächsten Morgen erzählte jeder, wie wenig man doch geschlafen hatte. Erst gegen Morgen, kurz bevor die Sonne aufging, musste ich eingeschlafen sein, bis mich dann kurz darauf ein Hahn mit seinem Geschrei und dumpfes, monotones Hämmern aus meinen kühlen Träumen riss…

Wie es weiter ging könnt ihr in meinem Buch lesen.

Dein Reisefreund
Jacko
http://www.travellerweb.de/

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