Eine Nacht in Luang Namtha

Es war Nacht, als wir in Luang Namtha ankamen – wirklich Nacht, denn es gab keinen elektrischen Strom hier und es gab nicht genügend Zimmer in dem Gästehaus, zu dem uns der Fahrer brachte.

Luang Namtha

Knobeln für eine Unterkunft in Luang Namtha

„Dann müssen wir halt knobeln, wer hier bleiben darf“, schlug der Texaner vor. „Ein Zimmer ist ja noch frei.“

„Einverstanden!“ stimmten alle zu.

So saßen wir auf dem Pick-up und von jedem Pärchen knobelte eine Person – es war das übliche internationale Spiel – Stein, Brunnen, Schere, Papier. Zweifelnd schaute der Fahrer und die Besitzerin des Gästehauses zu und wartete, bis bei uns eine Entscheidung viel. Dann war es soweit.

„Ah, ich hab’s! Ich hab’s!“ rief Claudia laut vor Freude und fuchtelte mit ihren Händen herum.

Wusste ich doch, dass man sich auf sie verlassen konnte. Es war schön, dass wir die Zimmersuche in Luang Namtha auf diese faire Weise regeln konnten, keiner wollte sich vordrängen. Diesmal war das bessere Ende auf unserer Seite und die anderen mussten weitersuchen, aber Luang Namtha war nicht so groß, da sollten wir uns bald wiedersehen.

Auf Entdeckungstour in Luang Namtha

Wir brachten unsere Rucksäcke auf das Zimmer und gingen gleich auf einen Stadtrundgang, so wie immer, wenn wir an einen neuen Platz kamen.

Das Dorf ist kaum zu finden – es ist finstere Nacht. Nur Petroleumlampen und Kerzen an den Ständen leuchten uns den Weg. Aber es ist sehr interessant, so durch die Gegend zu schlendern, wo man kaum die Hand vor Augen sieht.

Als wir zum Gästehaus zurückkamen, trafen wir die anderen wieder. Es gab nicht viele Unterkünfte hier und unser Gästehaus schien das einzige zu sein, in dem etwas Essbares zu finden war. Mit der Untermalung eines kleinen Generators hatten wir etwas Licht und Musik, aber nur bis 9.00 Uhr, dann mussten wir auf Kerzen zurückgreifen, doch das störte keinen, das machte den sowieso schon netten Abend nur noch interessanter, so wie auch unsere Unterhaltung sehr interessant war.

Interessante Gespräche

„Sag mal, wie kommt ein Texaner wie du eigentlich an den Südpol?“ fragte ich den langhaarigen Kerl, der mir eher wie einer der Baywatch-Typen aus Kalifornien vorkam.

„Tja, ich hatte noch nie Schnee gesehen. In Amerika suchten sie Leute für ein Forschungsprojekt am Südpol. Ich hatte mich beworben und sie nahmen mich“, erklärte er frisch und frei.

„Was für ein Forschungsprojekt war das“, wollte ich wissen.

„Oh, wir haben die Beschaffenheit der Gegend, die Auswirkungen der Temperaturunterschiede in der Vergangenheit auf die Eisschmelze und die Reinheit der Luft untersucht.“

„Waren dort mehrere Leute?“

„Ja, wir waren zu dritt!“

„Und wie lange seid ihr dort gewesen?“ Ich löcherte ihn ganz schön mit meinen Fragen.

„Ein Jahr.“

„Puh! Ganz schön lange.“

„Ja. Als ich nach Bangkok kam, war ich ganz schön menschenscheu. Die Leute kamen freundlich auf mich zu und ich war völlig verschüchtert.“

„Und jetzt ziehst du durch Asien?“

„Nicht nur durch Asien. Meine Freundin, die ich auf diesem Trip kennen gelernt habe, geht im Januar für immer nach Afrika. Ich ziehe dann weiter nach Europa, aber nur in die warme Gegend“, sagte er lachend. „Danach geht es dann wieder an den Südpol in die Kälte, aber diesmal nur für fünf Monate.“

Verständlich, dass er nur die warme Gegend bereisen wollte. Na, wenigstens wurde er für seine Entbehrungen fürstlich entlohnt. Ausgaben hatte er so gut wie keine, da konnte er es sich jetzt schon gut gehen lassen.

Die Chefin des Hauses sah, dass wir unseren Spaß hatten und setzte sich zu uns an den Tisch. Sie sprach sehr gut Englisch und antwortete hilfsbereit auf all unsere Fragen.

So langsam leerte sich das Lokal und die Chefin bat uns nach draußen zu gehen, bot uns aber noch Getränke an: „Da draußen sind noch zwei Tische. Wenn ihr euer Bier dort trinken könntet, dann könnte ich hier zu machen.“

„Gar kein Problem“, sagten wir, „wir wollen dich nicht um deinen Schlaf bringen.“

„Wenn ihr noch etwas wollt, klopft einfach an meine Tür.“

Travellerlatein

Aber das fiel uns nicht im Traum ein, sie und ihren Mann zu stören. Schließlich hat man ja auch ein Privatleben. Wir sorgten für Vorrat und ich setzte mich mit einem Schotten und seiner finnischen Frau an einen der Tische. Bei Kerzenlicht im Freien laberten wir bis spät in die Nacht hinein. Die beiden arbeiteten in der Sommersaison auf Mallorca und im Winter ziehen sie für vier Monate durch die Gegend – auch nicht schlecht. Auch ihnen ist auf ihrer Wanderschaft so manch lustiges und seltsames passiert, was einem erfahrenen Traveller normalerweise nicht mehr passieren dürfte – Travellerlatein. Mit jedem Bier, das der Schotte trank, wurde er lustiger und gesprächiger und mit jedem Bier fiel er ebenso immer mehr in seinen ursprünglichen, für mich nur schwer verständlichen schottischen Dialekt zurück.

Schon jetzt wusste ich, dass ich noch lange an diesen schönen Abend denken würde.

Am nächsten Morgen brachte uns die nette, hilfsbereite Chefin zum Marktplatz, wo auch die Pick-ups von Luang Namtha nach Muong Sing abfahren.

Dein Reisefreund
Jacko
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Erlebnisse in Luang Prabang

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Hoch über der Stadt leuchtete Phou Si in vollem Glanze auf uns herab.

Die Jumbos standen schon an der Bushaltestelle bereit und brachten uns zu den Gästehäusern. Schon bei der Fahrt durch die Stadt wusste ich, dass es hier viel interessanter sein würde als in Vientiane.

Es war nicht einfach, ein geeignetes Gästehaus zu finden. Die wenigen günstigen Unterkünfte waren schnell vergriffen, so mussten wir für die erste Nacht nehmen, was wir bekommen konnten.

Die Wände sind so dünn, dass wir Angst haben, der Gast über uns könnte hindurch fallen bei seinem Getrampel, das er frühmorgens veranstaltet.
Anscheinend hat der nichts Besseres zu tun, als um 7.00 Uhr seine Joggingrunden im Zimmer zu drehen.
Unsere Betten haben enorme Sprungfedern, vielleicht sollten wir sie mal aktivieren und an der Decke oben anklopfen.

Man brauchte viel Überwindung, um auf die Toilette zu gehen oder zu duschen – alles war ein Gemeinschaftswesen und ziemlich versifft. Für uns hieß es nur ‚nichts wie raus!‘

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Als Erstes mieteten wir ein Fahrrad und schauten uns nach einer neuen Bleibe um. Geduld war angesagt. Im zentral gelegenen Rama Hotel war noch alles belegt; Check-out war um 12.00 Uhr, so hatten wir noch eine Chance.

Beim dritten Anlauf klappte es dann, wir hatten ein Zimmer – schön, groß, sauber, mit Warmwasser, für den gleichen Preis, den wir für unser schäbiges, kleines Zimmer zahlten. Jetzt hieß es schnell sein. Es war 11.30, ab 12.00 Uhr könnte man uns eine weitere Übernachtung berechnen.

„Was? Sie ziehen schon aus?“ fragte die Betreiberin des Gästehauses, die eigentlich ziemlich freundlich war. Wahrscheinlich war sie sich über den schlechten Zustand ihres Etablissements gar nicht bewusst.

Zwei Kinder interessierten sich sehr für uns und wollten uns helfen, das schwere Gepäck auf dem Rad zu verstauen.

Da wir unser Zimmer nun hatten, konnten wir gut gelaunt mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour durch die Stadt ziehen. Aber zuerst noch eine Stärkung in dem gegenüberliegenden Lokal. Die Gastgeber waren Chinesen und das Essen war vom Allerfeinsten. Huhn mit Pilzen und Gemüse in einer süßsauren Soße – ganz nach meinem Geschmack.

Dann ging es aber los – Sideseeing in Luang Prabang! Genau wie für Vientiane reicht auch hier ein Fahrrad völlig aus.

Zuerst mussten wir zur Polizei, um uns in der Provinz anzumelden. Die war gleich neben unserem Restaurant. Es dauerte nicht lange und kostete auch nichts. In manchen nördlichen Provinzen braucht man eine Reiseerlaubnis. Nach Mitteilung der Polizei dient es der eigenen Sicherheit sowie zur Information, wie viele Fremde sich derzeit im Gebiet befinden.

Zuerst waren wir über diese Einrichtung nicht sehr begeistert, aber im Nachhinein fanden wir es gar nicht schlecht. Wenn jemand vermisst wird, kann man über die Polizei erfahren, ob und wann diejenige Person in dieser Gegend war. Außerdem kann die Polizei über Unruhen in den angrenzenden Regionen informieren und von einer Weiterreise abraten (schon in Vang Vieng wie auch hier berichtete man von Unruhen in der Umgebung um Phongsaly). Und zum Dritten hat der Gesetzeshüter eine gewisse Kontrolle über eventuelle „schlimme Finger“ unter den Touristen.

Auf unserer Stadtrundfahrt erfuhren wir, warum Laos heute „das Land der 1000 Regenschirme“ und nicht mehr „das Land der 1 000 Elefanten“ genannt wird.

Warum – das erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel …

Dein Reisefreund
Jacko
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Thai Elephant Conservation Center

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

Etwa 28 Kilometer auf dem Weg nach Chiang Mai wird man an der Hauptstraße aus dem Bus geworfen, dann sind es noch etwa 3 Kilometer zu Fuß, bis man den Eingang erreicht. Das Center wurde zum Schutze der Elefanten errichtet, sie zählen zu den bedrohten Tierarten der Welt. Außerdem soll es die Tradition des Arbeitselefanten bewahren – also sozusagen eine Lehre, wo jungen Elefanten beigebracht wird in Reih‘ und Glied zu laufen, Baumstämme zu transportieren und vor allem zu gehorchen. Über eine artgerechte Tierhaltung kann man sicherlich diskutieren, aber die Tiere werden gut behandelt und vor Wilderei bewahrt. Besonders beim alltäglichen Bad sieht man, wie sie es genießen.

Die Vorführungen zeigen, zu was die riesigen Geschöpfe fähig sein können und wie geschickt sie die schweren Stämme fortbewegen – und mal ehrlich; sind wir Menschen etwa zur Arbeit geboren?

Trotz der schönen Umgebung reicht ein halber Tag aus, um sich ausgiebig in dem Center zu informieren.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Vom Eingang des Centers wird man auf einem Pick-up zur Hauptstraße zurückgebracht, von dort aus ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Chiang Mai.

Dein Reisefreund
Jacko
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Das Zentrum von Singapur

Das Zentrum von Singapur

Singapur - das Zentrum

Das einstige Zentrum Singapurs liegt um die Mündung des Singapur Rivers.
Hier sieht man wieder das moderne Singapur. Riesige Wolkenkratzer haben
das alte verdrängt.

Am North Boat Quay wurde das Stamford Raffles-Denkmal erbaut, hier soll er zum ersten Mal einen Fuß auf Singapur gesetzt haben.

SingapurSingapur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dein Reisefreund
Jacko
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Das arabische Viertel

Orientalisches Flair in Singapur

Die Arab Street bildet den Mittelpunkt des arabischen Viertels.
Die Sultan-Moschee mit der goldenen Kuppel ist das Wahrzeichen des Viertels, hier ist die Gegend der moslemischen Bevölkerung.
Das Leben hier wird von kleinen Läden bestimmt, in denen man vor allem mit Stoffen und Kleidern handelt. Besonders in der Bagdhad Street, Bussorah Street und in der Haji Lane kann man sich schöne maßgeschneiderte Sachen machen lassen.
In der Istana Kampung Glam, die damals Sultan Hussein als Residenz diente, leben auch heute noch seine Nachkommen direkt im Zentrum dieses Viertels.

Und auch hier sieht man, dass Singapur die sauberste Stadt in Südostasien ist – kein Dreck, kein Müll. Alles ist sauber und aufgeräumt.

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Dein Reisefreund
Jacko
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Das indische Viertel von Singapur

Ein Hauch von Singapur

Nirgendwo sonst wird an die Nase mehr Anforderung gestellt als in diesem Viertel.
Der Duft von Jasmin, frischem Curry und Räucherstäbchen lassen die Sinne taumeln.
Geschäftstüchtige Kaufleute handeln um jeden Armreif, schöne Frauen in bunten Saris
schlängeln sich durch die schmalen Gassen und aus überfüllten Restaurants dringt unerschöpfliches Gerede nach draußen.

Das Viertel der Inder war in der Umgebung der Serangoon Road vorgesehen. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Halsketten, Armringe, Räucherstäbchen, die verschiedensten Gewürzmischungen, Posters von Göttern und Gurus – und jede Menge kleine Restaurants und Stände mit starkem indischen Tee, Roti und Martabak.
Im Zhu Jiao Center findet man viele typische indische Waren unter einem Dach.
Die Essenstände im Erdgeschoss sind allerdings nichts für schwache Nerven.

Krabben werden in Körbe geschaufelt, Hühnerbrüste und Ziegenköpfe hängen in Augenhöhe an Stricken – und die Halal-Metzger schlachten unter den Blicken der Kunden
fröhlich weiter, während an den anderen Ständen das Essen zubereitet wird.
Das Gemetzel scheint niemanden zu stören.
Nebenan gibt es frische Mango, Wassermelonen und gegrillte Bananen – heute lege ich
wohl einen Obsttag ein.

Einen Stock höher werden Waren verkauft. Hier gibt es Lederwaren, Schuhe, Uhren, Elektrogeräte und vieles mehr.
Die Verkäufer lassen mit sich handeln, zum Teil werden sehr schöne indische Stoffe verkauft.
Auch im indischen Viertel hält die Regierung an ihrem Renovierungsprogramm fest und restauriert die alten Gebäude wieder.

Sehenswert sind die beiden hinduistischen Tempel Sri Veeramakaliamman-Tempel, Sri Srinivasa Perumal-Tempel und die Mahatma Gandhi Gedenkhalle.

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Dein Reisefreund
Jacko
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Malaysia reisen – Die Cameron Highlands

Tee & Tourismus

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

1885 entdeckte William Cameron das von hohen Gipfeln umgebene Plateau. Er war es, der dieser Gegend seinen Namen gab. Kurz darauf kamen die Teepflanzer und Farmer in diese Gegend, das Klima war geradezu ideal für den Anbau verschiedenster Gemüsearten – und heute sorgen große Erdbeerfelder für die Attraktion.

Vergisst man mal die anstrengende, kurvenreiche Straße mit den doch erheblichen Schlaglöchern, dann ist der britische Einfluss der Entdecker kaum zu verleugnen. Es sieht schon alles sehr gepflegt und geplant aus – sinnvoll angelegte Felder und Plantagen, hier und da ein altes Gutshaus, von denen die meisten inzwischen zum Hotel umfunktioniert wurden. In die Cameron Highlands kommen die Menschen, um zu entspannen und der Hitze im Tal zu entfliehen.

Es ist einfach anders als sonst in Malaysia. Das kühlere Klima lockt zu Wanderungen durch den Dschungel.

Die Städte in den Cameron Highlands haben nichts zu bieten, man kommt in diese Gegend wegen der Natur. Gekennzeichnete Rund- und Wanderwege führen den Wanderer auf nicht allzu schweren Pfaden zu Wasserfällen, Teeplantagen und anderen Sehenswürdigkeiten der Natur. Die gut gekennzeichneten Touren sind auch im Tourist-Center auf jeder Karte der Camerons zu bekommen. Es erinnerte alles ein wenig an unseren deutschen Schwarzwald. Unterkünfte gibt es eigentlich genügend, nur die preiswerten Möglichkeiten sind rar.

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Euer Reisefreund
Jacko
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Die Umgebung von Kuala Lumpur

Die Batu Caves gelten als zentrale Kult- und Gebetsstätte der Hindus. Sie liegen etwa 12 Kilometer nördlich und sind mittlerweile in der ganzen Welt bekannt.

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

Ende Januar/Anfang Februar findet hier jedes Jahr das Thaipusam-Fest statt, dass es in diesen Ausmaßen wohl nirgendwo sonst außerhalb von Indien zu sehen gibt. In einer Museumshöhle ist mit Wandmalereien und bunten Statuen eine Geschichte der indischen Mythologie dargestellt.

 

Mehr als 100 000 Menschen drängen sich dann auf den über 250 Stufen nach oben und in den Höhlen um den Schrein des Hindugottes Murugan/Subramanian. Manche versetzen sich so stark in Trance, dass sie keinen Schmerz mehr verspüren. Sie stechen Pfeile – ja sogar Speere – durch die Wangen und Nadeln durch die Zungen und ihre Körper sind gespickt mit Widerhaken.

 

Inzwischen ist dieses Fest auch bei den Piercing-Fans, speziell aus Europa, bekannt und wird von vielen besucht. Ihnen geht es jedoch weniger um die Kultur, als um die Sensation des Gepiercten.

Schade, denn dadurch wird diesem religiösen Fest seinen Sinn genommen.

 

Und noch ein Tipp für romantische Paare

Kuala Selangor ist eigentlich wegen seines Vogelreservats im Mangrovensumpf bekannt. Die Attraktion ist aber eher das berühmt-berüchtigte natürliche Feuerwerk der Fire Flies.

Romantische Liebespaare kommen Nacht für Nacht hierher, um mit dem Boot auf dem Fluss zu treiben und die Show der Leuchtkäfer – oder auch Glühwürmchen, wie wir sie nennen – zu bewundern und sich betören zu lassen. Eine Fahrt über das Wasser in der Dunkelheit und nur das Leuchten der Käfer sorgt für eine ungemein idyllische Atmosphäre.

Leider drückt ein heranziehendes Gewitter auf die Stimmung. Unzählig viele Blitze werfen ihr Licht von oben auf uns herab und der drohende Regen lässt den Glühwürmchen das Leuchten vergehen und den Bootsmann schneller paddeln.

Euer Reisefreund Jacko

Hier geht es zu meinem neuen Blog – falls euch auch Reiseziele in Europa interessieren, schaut doch mal vorbei. Travellerweb.de

Über Erlebnisse in Kuala Lumpur

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

Wieder waren wir auf der Suche nach einem Gästehaus. Zwischen der Pudu Raya-Busstation und Chinatown gibt es für den Traveller die meisten Möglichkeiten.

Nachdem wir im Backpacker’s Traveller Inn kein Zimmer mehr bekommen hatten, gingen wir wieder auf die altbewährte Methode über. Claudia suchte nach einem Zimmer und ich passte aufs Gepäck auf. Wir mieteten uns in Traveller’s Moon Lodge ein und gingen gleich wieder auf Entdeckungsreise.

Die Jl. Silang, wo wir wohnten, ist sehr zentral gelegen. Von hier aus konnten wir alles gut zu Fuß erlaufen, aber heute galt unser Augenmerk erst einmal Chinatown und Serina. Wir hatten sie angerufen und uns mit ihr am Abend beim Central Market verabredet.

Eilig kam Serina auf uns zu gerannt und genauso schnell ging Claudia ihr entgegen. Die beiden verstanden sich gleich wieder blendend.

Als wir in dem Restaurant nebenan etwas trinken gingen, setzte sich ein Däne zu uns an den Tisch. Er war etwas seltsam, anscheinend war er zum ersten Mal außerhalb Europas unterwegs. Er war sehr nervös und unsicher.

Als Serina uns dann verließ, machten wir uns auf den Weg Chinatown und die Essenstände zu erkunden. Der Däne folgte uns. Beim Essen schlug er erst mal auf das Fleisch, um zu sehen, ob es überhaupt tot ist; er wollte ein Bier, aber das war ihm zu teuer, obwohl es hier eigentlich recht günstig war. Er hätte nicht so viel Geld, wollte aber 3 Monate lang in Südostasien unterwegs sein. Er jammerte andauernd über das Geld, und das schon an seinem ersten Tag. Und dann machte er den Vorschlag: „Ich könnte doch morgen mit euch kommen, wenn ihr in die Berge fahrt.“

„Ich glaube, das ist keine gute Idee“, schoss es wie aus einer Pistole aus mir heraus und ich hatte den Eindruck, dass Claudia gleich dachte. Schließlich hatten auch wir so etwas wie Urlaub und da wollten wir nicht Kindermädchen spielen, wobei er sich auch noch arge Gedanken über sämtliche Impfungen und Krankheiten machte.

„Dann gehe ich wohl gleich morgen nach Singapur“, war sein nächster Gedanke.
„Singapur? Ich denke, du hast kein Geld? In Singapur ist es doch viel teurer als hier“, erklärte Claudia.

„Oh!“, war nur seine entrüstete Reaktion. Nein – dieser Kerl war mir nicht ganz geheuer. Er hatte keine Ahnung, wie lange er sich in einem Land aufhalten durfte. Er hatte keine Ahnung von den Kosten in Südostasien – er hatte eigentlich gar keine Ahnung, was er hier wollte. Und er hatte Angst, in Kuala Lumpur alleine zu sein. Dabei war es unserer Meinung nach eine angenehme Großstadt, wir hatten nie Angst, nachts durch die Straßen zu schlendern. Wir verabschiedeten uns von ihm und zogen unseres Weges. Der nächste Tag wurde zu einem Wander- und Kulturtag. Ich war von Kuala Lumpur überrascht, die Stadt hatte mir von Anfang an gefallen, auch wenn viele sagen, sie hätte keinen Charme. Ich glaube, die hatten die Stadt nur aus einem Auto gesehen und waren im Stau gestanden. Ich nahm einen anderen Eindruck mit.

Kuala Lumpur ist eine lebendige, pulsierende Stadt. Hier reihen sich Gegensätze aneinander. So viele verschiedene Menschenrassen – verschiedene Kulturen und Architekturen verbinden ganze Straßenzüge und vereinen sich beinahe. Versteckte Tempel, verworrene Gassen, aber überall ist Leben.

Wir waren auf der Suche nach den versteckten chinesischen Tempeln und den hinduistischen Schreinen, aber die Suche entpuppte sich als gar nicht so einfach. Einige der Tempel waren von den immer näher rückenden Betonburgen fast aufgefressen worden und ihre Eingänge waren von Imbissständen umzingelt. Wie wir auch suchten, immer wieder liefen wir an dem Eingang zum See Yeoh-Tempel vorbei, der sich in einer schmalen Gasse versteckte. Dazu war Claudia auch noch gereizt – es war das erste Mal, dass ich sie so erlebte.

Autor: Eva Galvan-Wagener

Autor: Eva Galvan-Wagener

„Ach, nimm du auch mal den blöden Reiseführer und such den Tempel selbst“, fuhr sie mich an. Es war eine neue Seite an ihr, die ich noch gar nicht kannte. Zum Glück hielt ihre schlechte Laune nicht lange an.

Nach der Tempelbesichtigung machten wir einen Bummel durch die riesigen Einkaufszentren im Goldenen Dreieck und danach ging es runter zum Merdeka Square, wo die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen wurde und angeblich der höchste Fahnenmast der Welt stehen soll.

Und gleich gegenüber die wunderschönen Kolonialbauten – eine herrliche Straße, nie hätte ich mit so viel Schönheit in Kuala Lumpur gerechnet.

Autor: Herbert Jeckl

Autor: Herbert Jeckl

Euer Reisefreund
Jacko

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Kuala Lumpur – die Stadt aus dem Schlamm

Autor: Herbert Jeckl

 

Für die meisten hier in Deutschland ist die Urlaubszeit wohl vorbei. Wer jetzt noch gehen kann, darf sich glücklich schätzen. In den meisten asiatischen Regionen beginnt die schöne Zeit nun, wenn die Regenzeit vorbei ist – so auch in Kuala Lumpur.

Die Stadt ist eine Mischung der modernen neuen Zeit und der vergessenen alten Tage. Hier stehen riesige Banken und Einkaufszentren neben kleinen Kramläden in versteckten Gassen.

Läuft man durch Chinatown sieht man nichts von der modernen Welt und wirft man einen Blick über die Stadt, dann fragt man sich, wo man gerade noch vorher war – man findet sie kaum zwischen den Wolkenkratzern, die Tempel, Pagoden und Moscheen.

Eigentlich heißt Kuala Lumpur „Stadt am schlammigen Fluss“, von dem ist aber nicht mehr viel zu sehen.

Etwa vor 150 Jahren haben die Chinesen diese schlammige Gegend zu einem bewohnbaren Ort gemacht. Und heute ist die Stadt mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern eine wirtschaftliche Metropole und ein Umschlagplatz für den Westen – und eine Konkurrenz für Singapur.

Auch für den Traveller ist Kuala Lumpur sehr interessant geworden. Ebenso wie Bangkok, Manila und Hong Kong ist KL eine Anlaufstation für Billigflüge – als Anreise und auch zur Weiterreise bieten sich durch die zentrale Lage in Südostasien interessante Möglichkeiten an. Für Rucksackreisende gibt es viele günstige Unterkünfte.

Autor: Herbert Jeckl

Die Stadt ist auch keineswegs hässlich, die verschiedenen Architekturstile und das Getümmel vieler verschiedener Kulturen machen die Stadt für den Traveller sehr interessant.