Malaysia reisen – entlang der Ostküste

Liebe Reisefreunde, zuerst einmal muss ich mich für die lange Pause entschuldigen, aber nun kann es wieder weitergehen – auf den Spuren der Traveller – entlang der Ostküste durch Malaysia!

Mit dem Rad nach Kemaman

Die offene und freundliche Art der Menschen in Cherating war wie ein warmer Sommerregen gegen die ruppige, abweisende Art des Nordens und ließ uns einen Tag länger bleiben. So waren wir nun mit dem Rad unterwegs ins etwa zwanzig Kilometer entfernte Kemaman.

Etwa 4 Kilometer nördlich liegt der Club Méditerranée, ein Begriff für teuren Urlaub in einer abgeschotteten Anlage. Nach Angabe des Reiseführers sollte hier der schönste Strand rund um Cherating sein. Wir bogen rechts ein und fragten an der Schranke zur Anlage, ob wir sie besichtigen könnten.

„Aber nur bis 12 Uhr, dann gibt es Essen“, war die schroffe Antwort des Wächters.

Es war schon eine imposante, sehr gepflegte Anlage, aber wenn das der schönste Strand der Gegend sein sollte? Nicht zu vergleichen mit den Stränden Thailands.

Es war 5 Minuten nach 12 Uhr und schon kam ein Wächter auf uns zu und fragte, warum wir noch immer da seien. Der Wächter an der Schranke hatte schon durchgefunkt, dass Eindringlinge im Gebiet seien – na klar, wir hätten ja auch von dem feudalen Buffet schmarotzen können.

So waren wir wieder auf der Straße nach Kemaman. Der Verkehr wurde immer mehr und es machte nicht gerade viel Freude, hier zu radeln.

Hier in Malaysia gilt ein Fußgänger am wenigsten, auf ihn passt keiner auf. Danach kommen gleich die Radfahrer. Busse und Trucks ziehen knapp an uns vorbei, allenfalls hupen sie mal, um zu warnen, dass sie jetzt kommen.

An einer Moschee bogen wir rechts ab auf einen kleinen Weg, der in eine Art Vorort führte. Ich versprach mir davon weniger Verkehr und etwas mehr zu sehen, als nur Schornsteine und Fabriken. Aber das war’s dann auch – nur ein Vorort, ohne Verbindung zur Stadt.

Bei einem Friedhof, wo ein paar einsame Palmen traurig ins Meer winkten, war Endstation, wir mussten wieder zurück.

Kemaman ist die Verwaltungshauptstadt der Region und genau so sah sie auch aus. Farblose, kastenförmige Bürogebäude, Fabriken, Baustellen und jede Menge Verkehr. Es wunderte mich, dass die Uferpromenade sehr sauber und gepflegt war – es wunderte mich überhaupt, dass es eine Uferpromenade gab. Das sah ja schon beinahe aus wie bei uns – wenn die Palmen nicht gewesen wären.

Viele der Restaurants und Läden sind immer noch geschlossen. Das Einkaufszentrum bietet nicht viel für unseren Geschmack. Es gibt keinen Inder, der uns Roti verkaufen könnte und es gab keinen Chinesen, der mir meine so ersehnte Ente zubereiten wollte.
In einem kleinen Supermarkt finden wir dann etwas, dass uns schon lange angemacht hat – Käse, auch wenn es nur Scheibletten sind, aber es klebt wieder einmal ein anderer Geschmack an meinem Gaumen.

Wieder machten wir uns auf den Weg durch den furchtbaren Verkehr, der aber mit der Entfernung zur Stadt abnahm.

Ein Lizzard kreuzte unseren Weg, so eine große Echse hatte ich bisher nie zuvor gesehen. In Indonesien zählte diese noch zu den kleinen, die wahren Riesenechsen sind auf der Insel Komodo zuhause.

Wir brachten unser Rad zurück und diskutierten noch ein wenig mit dem Batikkünstler. Wieder redete er uns in Grund und Boden und schimpfte über sein islamisches Volk, das so verbohrt und ohne zu denken ihre Religion für einen Krieg vorschob. Besonders über den Iran und die Taliban war er sehr verärgert – er war ein sehr politisch interessierter Mensch. Er wünschte sich Gleichheit und Gleichberechtigung für die Frauen und ein glückliches Zusammenleben aller Religionen und Rassen – ein edler Gedanke, der bei den Moslems nicht zur Selbstverständlichkeit gehört (aber ja auch bei uns nicht immer).

Genug der Politik. Unseren letzten Abend in Cherating verbrachten wir mit einem feinen Essen und diversen Würfelspielen bei Kerzenschein in einem netten Restaurant am Strand.

 Viele Grüße und eine gute Reise wünscht dir
Jacko

Malaysia reisen – Cherating, Treffpunkt der Traveller

Cherating ist ein angenehmer, kleiner Ort direkt am Meer und das Beste, was wir bisher in Malaysia erfahren haben. Wir sind etwa in der Mitte Malaysias, uns gegenüber an der Westküste ist Kuala Lumpur.

Autor: Herbert Jeckl

Cherating ist der Treffpunkt an der Ostküste für Traveller und zu vergleichen mit Krabi in Thailand oder Nha Trang in Vietnam, auch wenn längst nicht so viel los ist, wie an den beiden anderen Orten. Aber inzwischen wurde der idyllische, kleine Ort auch vom europäischen Tourismus heimgesucht. So sind Bungalowanlagen entstanden, es gibt zahlreiche gute Restaurants, Verkaufsstände für Batik, Sarongs und andere Sachen, Dschungeltouren und Surfkurse werden angeboten – und es gibt die richtig teuren Ressorts wie zum Beispiel der Club Med. Diese teuren Anlagen haben ihre Privatstrände, für Außenstehende unzugänglich, was nicht unbedingt für eine nette Atmosphäre sorgt. Weiterlesen

Malaysia reisen – entlang der Ostküste

Kuala Terengganu

Autor: Herbert Jeckl

Auch von dieser Stadt an der Mündung, wo der Terengganu-Fluss ins Meer fließt können wir berichten, dass es sehr konservativ zuging, aber nicht mehr ganz so streng wie in Kota Bharu.

Durch die Ölvorkommen und Gasförderung hatte sich diese Stadt weiterentwickelt. Neue Straßen, Einkaufszentren und Verwaltungsgebäude wurden gebaut.

Von der Mündung des Flusses konnte man Boote für Rundfahrten mieten. Beim Überqueren der Straßen musste man hier verdammt aufpassen. Schon von weitem hörte man das Heulen der Motoren. Idiotische Jugendliche rasten mit Freude durch die Straßen und hatten es sich wohl zum Hobby gemacht, interne Rennen zu veranstalten und Leute zu erschrecken wenn nicht gar zu verletzen.

Auch Kuala Terengganu war keine schöne Stadt, aber es gab wenigstens einige Orte, um dem „strengen, sittlichen“ Leben der Moslems zu entfliehen, und das war überall, wo Chinesen waren. Auch das andere deutsche Pärchen, das hier in der Gegend unterwegs war, schloss sich uns an. Good luck hieß das Restaurant des Chinesen – tja, viel Glück brauchte man, um an der nördlichen malaiischen Ostküste ein Bier zu finden. Hier bekamen wir es und dazu köstliches chinesisches Essen – süßsauer, nicht scharf.

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Malaysia reisen – die Ostküste

Die Ostküste – wo der Islam herrscht

Autor: Herbert Jeckl

An der Ostküste herrschen andere Gesetze als im Westen. Hier beherrscht der Islam das tägliche Leben. Besonders in Kota Bharu, das sozusagen als Hauptstadt des nördlichen Teils der Ostküste gilt, ist das allgegenwärtig. Die Frauen halten sich bedeckt und verschleiert, Bikini und Shorts sind verpönt und auch bei Touristen nicht gern gesehen und Alkohol ist eine Sünde. Während des Ramadan bleiben die Restaurants tagsüber geschlossen und man geht zum Beten, wenn der Muezzin fünf Mal am Tage ruft. Für einige Objekte gilt Fotografierverbot (z. B. der Sultanspalast Istana Balai Besar). Auch das Betreten der Moscheen ist den ungläubigen Nicht-Muslimen verwehrt. An keinen religiösen Stätten wurde uns ein Besuch verweigert, nicht in den hinduistischen Tempelanlagen, nicht in den christlichen Kirchen und schon gar nicht in den buddhistischen Pagoden – aber nie haben wir einen Fuß in eine Moschee setzen dürfen.


 

Autor: Herbert Jeckl

Oft wurden wir schon in der Nähe der Moschee abgeschirmt mit dem Hinweis: „Fotografieren und Betreten für Nicht-Muslim strengstens verboten“.

Aber, sei’s wie’s ist – so ist es eben in Gegenden, die dem strengen Reglement des Islams unterliegen. Wer sich für diese Ecke Malaysias entscheidet, muss sich unweigerlich ein wenig umstellen und anpassen, um bei den Einheimischen nicht in Ungnade zu fallen.

Hier an der Ostküste lernt man das eigentliche, das traditionelle Malaysia kennen – wo Drachensteigen und der Umgang mit dem Kreisel nicht als Spiel sondern als Kunst gehandhabt werden, wo Kunsthandwerk, Musik und Schattenspiel einen großen Teil des Lebens bestimmen, wo immer noch die Fischer in ihren alten, kleinen Holzbooten frühmorgens in der Hoffnung hinausfahren, einen guten Fang zu machen. Hier an der Ostküste ist alles beim Alten geblieben. Weiterlesen

Viel Glück, Gesundheit und schöne Urlaubstage

Autor: Eva Galvan-Wagener

Ich wünsche allen ein frohes Neues Jahr, viel Glück, Gesundheit und wunderschöne Urlaubstage, Wochen oder Monate.

Viel Spaß, auf euren Thailandreisen oder in Malaysia, Indonesien, Afrika, Amerika oder sonst wo auf der Welt.

Überall gibt es schöne Plätze und nette Menschen – behandelt sie mit Respekt und bleibt Auf den Spuren der Traveller!

Jacko!

Thailand und König Bhumibol

Datei:Kingofthailand3.JPG

Quelle: Wikipedia

Liebe Reisefreunde, aus aktuellem Anlass zum 85. Geburtstag des thailändischen Königs möchte ich einen kurzen Beitrag dazu schreiben.

König Bhumibol hat am 5. Dezember Geburtstag – in diesem Jahr wurde er 85 Jahre alt.
Von keinem anderen Land der Welt habe ich erfahren, dass ein König so verehrt wird, wie dies das thailändische Volk mit ihrem König tut. König Bhumibol sitzt nun seit über 65 Jahren auf dem Thron und wird wegen seiner vielen Projekte, die er in dieser Zeit angestoßen hat, tief verehrt und respektiert – und das, obwohl er gar nicht in Thailand geboren wurde, sondern in den USA.
Nach dem Tod seines Vaters wurde Bhumibol zusammen mit seinem älteren Bruder 1933 von seiner Mutter zur Ausbildung in die Schweiz gebracht.
1938 kehrte er und sein Bruder für 2 Monate nach Thailand zurück – aber erst ab 1945 lebten die beiden wieder dauerhaft in Thailand.

Datei:Bhumbol and Sirikit.jpg

Quelle: Wikipedia

Am 28. April 1950 heiratete Bhumibol Sirikit Kitiyakara, mit der er bis heute glücklich verheiratet ist.

Der König zeigte sich immer eng mit den Menschen des Landes verbunden. Schon als junger König war er überall im Lande unterwegs und startete viele Projekte, die das Leben der armen Bevölkerung verbessern sollten – so zum Beispiel für landwirtschaftliche Projekte wie dem Bau von Staudämmen, Vieh- und Fischzuchten, Bewässerungen, Gesundheitswesen und vielen mehr.

Politisch ist das Land tief gespalten, immer wieder gibt es Aufstände, bei denen Menschen sterben. Weiterlesen

Auf den Spuren der Traveller – Malaysia und der Penang Hill

Die Reise geht weiter – ein trüber Tag!

Autor: Herbert Jeckl

Am nächsten Tag hatten wir uns die Besteigung des Penang Hill vorgenommen, einem Hügel, von dem man einen sehr schönen Ausblick über Georgetown zur langen Penang-Brücke und in die hügelige Umgebung hat – wenn es die tiefhängenden Wolken zulassen. Diesmal begleitete uns Arina.

Der Tag fing sehr bescheiden an. Erst hatte ich Claudias Aromat stehen lassen – sie hatte es extra von Deutschland mitgenommen und es hatte Thailand, Laos und Vietnam überstanden und uns viele köstliche Frühstücke beschert. Und jetzt, vergessen auf einem malaiischen Tisch, wo es vermutlich niemand zu schätzen wusste.

Dann das lange Warten auf den richtigen Bus – irgendwann hatte das Warten ein Ende und wir stiegen einfach in den nächstbesten ein. Der brachte uns dann in die Nähe des Hügels, den Rest des Weges konnten wir laufen.

An der Bahnstation zum Hügel hinauf warteten wir dann wieder – in einer riesigen Schlange unter hunderten von Menschen, angestarrt von hunderten Augenpaaren indischer Herkunft.

Autor: Herbert Jeckl

„So eine Situation habe ich schon einmal erlebt“, erklärte Arina. „Die Inder können einen stundenlang anstarren, ohne mit der Wimper zu zucken. Das muss man einfach ignorieren.“
Dicht gedrängt wie in einer Sardinenbüchse, eingeklemmt zwischen vielen anderen schwitzenden Menschen, fuhren wir endlich den Hügel hinauf.

„Ich glaube, mir wird gleich schlecht. Hätte ich das gewusst, wäre ich lieber gelaufen“, jammerte Claudia.

Von der ganzen Drängelei und Schieberei werde ich langsam etwas gereizt. Es ist so eng und der fette Kerl hinter mir stinkt furchtbar. Dann das ewige angestarrt werden – hoffentlich sind wir bald oben. Weiterlesen

Nach Malaysia reisen und ein Wiedersehen mit alten Bekannten

In diesem Artikel wird es etwas persönlich – ich möchte dir weiter von meiner Reise erzählen, was so alles passieren kann, wenn man Auf den Spuren der Traveller ist!

Zu meiner Enttäuschung fuhr der Bus nicht über die schöne Brücke sondern mit der Fähre hinüber zur Insel. Irgendwo in einer unscheinbaren Straße in Georgetown mussten wir dann aussteigen. Wir wussten damals nicht, dass dies die Straße der Traveller war.

Ein paar Häuser weiter hört man den Muezzin zum Gebet rufen, während hier in Chinatown in einem Tempel Räucherstäbchen abgebrannt werden.
Ein Hindu trägt ein T-Shirt mit den Symbolen aller Religionen und in der Mitte steht:
„Es gibt nur einen Gott“

Wieder die altbewährte Methode – ich wartete beim Gepäck und Claudia ging mit Arina, die wir in Hat Yai getroffen hatten, auf Zimmersuche. Ein Pärchen aus Kroatien suchte nach dem gleichen Prinzip, das Mädchen blieb beim Gepäck und der Junge ging auf die Suche.

Es ist nichts los auf den Straßen, alles ist totenstill. Die meisten Geschäfte haben geschlossen – „Chinese New Year“.
Und extra deswegen sind wir hierhergekommen, aber alles scheint sich innerhalb der Familien abzuspielen. Nur die Zimmerpreise sind wegen der Feiertage ein Drittel höher als sonst.

Wie wir später erfuhren war nicht nur das Chinesische Neujahr, sondern wir waren auch noch in der Fastenzeit – dem Ramadan – der Moslems. Weiterlesen

Malaysia reisen – Penang

Penang – eine Brücke verbindet

Nachdem wir auf unserer Reise von Thailand über Laos, Vietnam im Süden Thailands gelandet waren, zog es uns weiter auf den Spuren der Traveller entlang einer der klassischen Routen nach Malaysia.
Der Bus brachte uns nun zur Überfahrt nach Benannt.

Autor: Herbert Jeckl

Penang liegt vor der malaiischen Nordwestküste und gilt als das Tor zu Malaysia.
Die 13,5 Kilometer lange Penang-Bridge führt von Butterworth nach Georgetown auf die Insel, man kann aber auch die Fähren nehmen.

 

Nach Penang geht man nicht nur der Strände wegen, da gibt es schönere – zum Beispiel auf der 100 Kilometer nördlich gelegenen Insel Langkawi. Außerdem sorgen die Industrieanlagen und der Hafen nicht gerade für die beste Wasserqualität. Weiterlesen

Von Thailand nach Malaysia reisen

Von Thailand nach Malaysia reisen

Autor: Eva Galvan-Wagener

Viele, die einen Thailandurlaub machen, möchten auch nach Malaysia reisen – besonders für Rucksackreisende ist es eine der klassischen Travellerstrecken.

Bevor es über die Grenze geht, hier noch eine kleine Geschichte, die euch zum Nachdenken anregen soll.

Von den Inseln im Süden Thailands ging die Fahrt mit einem Minibus weiter nach Hat Yai. An der Bushaltestelle lernten wir ein Mädchen aus Holland kennen. Ihr Name war Arina. Sie sprach perfekt Deutsch und nun waren wir zu dritt unterwegs.

 

In Hat Yai mieteten wir uns in einem netten Chinesenhotel in einem geräumigen 3-Bett-Zimmer ein und kamen so zu einer billigen, sauberen Unterkunft, sogar mit warmem Wasser.
Wir machten noch eine kurze Stadtbesichtigung, aber nur in der Umgebung des Hotels. Hat Yai sollte uns nur als Umsteigestation nach Malaysia dienen. Weiterlesen