Erste Begegnung mit Vietnam

Good bye Laos – good morning Vietnam! Unsere Reise ging weiter nach Hanoi.

Der Abflug von dem kleinen laotischen Flughafen ging problemlos über die Bühne, selbst die 5 Kilo Übergepäck, die von der manuellen Waage angezeigt wurden, konnte niemanden erschüttern.

Hektik und geschäftliches Treiben umringt uns – Taxifahrer umwerben uns mit überhöhten Preisen. Ein seltsames Pärchen aus Ungarn teilte mit uns ein Taxi in die Stadt.

„Nur 12 $, inklusive Brücken- und Highwaygebühr“, verspricht der Fahrer am Flughafen. Alle anderen wollen 16 $, also steigen wir ein.

Wir wussten nicht, dass hinter dem Flughafen ein Bus für einen wesentlich geringeren Betrag in die Stadt fuhr.

Kaum vom Flughafen weg, hielt der Fahrer kurz vor einer Brücke an.

„Jeder muss 1 $ Gebühr bezahlen“, sagte er frech, wo wir dann auch bei den 16 $ der anderen Taxifahrer wären.

„Moment mal, du hast gesagt, alle Gebühren sind inbegriffen“, sträubten wir uns, aber er ließ sich auf nichts ein.

Die Ungarn saßen schweigend da und warteten ab. Claudias massives auf ihn Einreden ging zum einen Ohr bei ihm hinein und zum anderen wieder hinaus. Geduldig wartete er, bis wir schließlich bezahlten.

Eine linke Masche, die wir von Thailand und Laos nicht gewohnt waren – ein ausgehandelter Preis war ein Festpreis.

Aber solche „linken Kleinigkeiten“ sollten in Vietnam noch öfters auf uns zukommen. Schon auf dieser Fahrt erlebten wir, dass es hier ganz anders zuging als in Thailand und vor allem in Laos. Hier muss man sich mehr mit den Ellbogen zur Wehr setzen.

Ich fühle mich, als erlebe ich gerade einen Zeitsprung. In Laos war alles so still, friedlich und langsam – hier wuselt alles um einen herum.

Es ist 3 Uhr. In Laos war um diese Zeit niemand auf den Feldern zu sehen – hier arbeiten Frauen an Häusern und Straßen. In dicken Jacken und mit Tüchern auf den Köpfen schützen sie sich vor der brütenden Sonne.

Mit dem Fahrrad oder von Hand schleppen sie schwere Wagen mit Ziegelsteinen, alles ist so quirlig hier – und auch unser Fahrer fährt wie ein Wahnsinniger. Die Fußgänger und Radfahrer werden einfach übersehen, die Hupe ist die einzige Warnung für sie.

Mit Karacho schlängelt er sich an allen Hindernissen vorbei. Der Ungar krallt sich im Beifahrersitz fest und versucht ihm immer wieder zu erklären, dass er doch cool bleiben soll.

Dein Reisefreund,

Jacko

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